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Wandarbeit in Handarbeit

Egal, ob romantisches Rosa, sattes Blau oder einfach nur schlichtes Weiß – mit einer neuen Tapete oder einem neuen Anstrich können Sie schnell und einfach selbst für ein neues Wohngefühl sorgen.
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Für über 20 % der Deutschen gehört das Renovieren und Verschönern der eigenen vier Wände zu den wichtigsten Dingen, für die sie bereit sind, Geld auszugeben.

Rund 80 % dieser Maßnahmen werden von den Bewohnern selbst ausgeführt, dazu gehört an erster Stelle die Gestaltung von Wänden und Decken. Ob tapezieren, streichen oder verputzen – viel hängt von der Auswahl der richtigen Produkte ab.

Auf die Qualität der Farbe achten

Welche Farbe ist die richtige, fragt sich der Heimwerker angesichts der breiten Angebotspalette. Das hängt davon ab, welcher Raum gestrichen wird und welchen Anspruch man an die Oberfläche hat.

Es lohnt sich, die Farben hinsichtlich ihrer Qualität zu vergleichen. Bei weißer Wandfarbe werden heute vor allem Dispersionsfarben auf Wasserbasis verwendet. Das hat den Vorteil, sie sind gebrauchsfertig und lassen sich auf den meisten Untergründen problemlos verarbeiten.


Dabei decken diese Farben in der Regel sehr gut und sind mit matter Oberfläche reflexionsfrei. Zudem können sie mit vielen verschiedenen Abtönfarben schnell und einfach zur individuellen Wunschfarbe abgemischt werden.

Die Qualität der Farbe hängt vom Gehalt an Bindemitteln und weißen Farbstoffpigmenten ab. Ein hoher Anteil an – zweifellos teueren – Pigmenten sorgt für eine entsprechend hohe Deckkraft der Farbe, die dann auch kleinere Untergrundmängel wie Verschmutzungen, Beschädigungen, Überlappungen und Stöße von Tapetenbahnen egalisiert.

Mit einem Farbmischsystem kann eine Vielzahl von Produkten in fast jedem erdenklichen Farbton direkt im Baumarkt abgetönt und mitgenommen werden. - Foto: Schöner Wohnen Farbe
Mit einem Farbmischsystem kann eine Vielzahl von Produkten in fast jedem erdenklichen Farbton direkt im Baumarkt abgetönt und mitgenommen werden. - Foto: Schöner Wohnen Farbe
Ein ausgewogener Bindemittelgehalt beeinflusst unter anderem die Nassabriebbeständigkeit. Sie ist besonders im Küchen- und Badbereich sowie im Kinderzimmer gefordert. Fingerabdrücke und leichte Verschmutzungen können hier problemlos mit einem feuchten Lappen abgewischt werden.

Viele Dispersionsfarben tragen den „Blauen Engel“, sie enthalten demnach keine Lösemittel.

Konservierungsstoffe sind aber in den meisten Rezepturen enthalten, es gibt aber auch Allergiker geeignete Dispersionsfarben, die vollkommen ohne Lösungsmittel und Konservierungsstoffe auskommen.

Noch ein Wort zur Entsorgung: Eimer mit eingetrockneten Farbresten gehören in den Hausmüll, flüssige Reste sollten bei einer Sammelstelle für Altfarben abgegeben werden.


Die richtige Tapete

Mit der Tapete kann die Raumwirkung beeinflusst und verändert werden. So können schlechte Raumproportionen durch ein geschickt gewähltes Tapetenmuster optisch verbessert werden.

Während Senkrechtstreifen den Raum in die Höhe strecken, sorgt ein horizontal betontes Dekor für eine Breitenwirkung und lässt das Zimmer niedriger erscheinen.

Generell vertragen große Räume große Tapetenmuster, bei kleineren Zimmern muss man zurückhaltender sein.

Sehr aktuell sind Vliestapeten: Sie können ohne vorheriges Einweichen verklebt werden, da das Trägermaterial aus feuchtigkeitsbeständigen Vliesfasern besteht.

Wer schon mit Papiertapeten gearbeitet hat, weiß diesen Vorteil zu schätzen. Durch den Kleister dehnen sich diese bis zu 15 mm aus. Klebt man die Bahn vor Ablauf der Weichzeit an die Wand, entstehen fast zwangsläufig Längsfalten. Wartet man zu lange, reißt die nasse Tapete leicht ein.

Tapezieren
Vor dem Tapezieren sollten Sie den Untergrund kritisch überprüfen. Grundsätzlich muss die Wand trocken, sauber, eben und tragfähig sein. Risse müssen aufgekratzt und ausgebürstet, abbröckelnder Putz entfernt werden. Diese Stellen mit Spachtelmasse ausbessern und glätten. Saugfähige Untergründe brauchen eine Behandlung mit Tiefgrund. Dann kann’s losgehen.

Bei gemusterten Tapeten sind gleich lange Weichzeiten besonders wichtig, da es sonst zu Verschiebungen des Musteransatzes kommen kann. Mit Vliestapeten passiert so etwas nicht. Entweder die Rückseite der Bahn oder die Wand einkleistern, Tapete an die Wand bringen, glatt streichen, Überstände abschneiden – und fertig.

Wandbekleidungen auf Vliesbasis können sogar kleine Risse und Abplatzungen überbrücken und kaschieren. Und sie erleichtern den nächsten Tapetenwechsel. Denn sie sind auch noch nach Jahren trocken von der Wand abziehbar.


Putz-muntere Wände

Mit Dekorputzen entstehen variantenreiche Oberflächen. Es gibt entweder einfarbige oder mehrfarbige Lösungen, von rustikaler bis moderner Wirkung, je nachdem, ob ein feines oder grobes Kornbild, matt oder glänzend, farbintensiv oder dezent.

Spachteltechnik
Mit einer Spachtelcreme und passenden Dekolasuren kann man sich ganz einfach südliches Ambiente in die Wohnung holen. Zunächst einen Voranstrich mit der Grundierung für Spachtelcreme aufbringen, dann die Spachtelcreme Wand für Wand mit einer Glättkelle 1-2 mm strukturierend auftragen. Nach dem Trocknen die Dekorlasur mit Roller oder Schwamm aufbringen und durch eventuelle Wiederholung Intensität und Tiefenwirkung erhöhen.

Als traditionelle Gestaltungstechnik ist der Kellenschlag nach wie vor beliebt. Er verbindet die feine Putzstruktur mit der handwerklichen Note und bietet zahlreiche Varianten in der Ausführung. Hierzu wird in den frischen Putz der Glätter mit der Längskante aufgesetzt und eine kleine Teilfläche mit mäßigem Druck abgezogen. Dadurch bleibt in Form der Längskante des Glätters ein kleiner Wulst, der Kellenschlag, stehen.

Kreative Wandgestaltung
Putzstrukturen auf Wänden sind in, die Bandbreite reicht von rustikal bis mediterran. Mit der „Modellier-Struktur“ bzw. der „Wisch-Struktur“ von „CreaLine“ stehen zwei hochwertige Produkte zur Verfügung, mit denen mit Kelle oder Rolle und Flächenstreicher individuelle Strukturen auf der Wand geschaffen werden können. Der abschließende Anstrich mit abgetönter Effekt-Lasur (in acht Farbtönen erhältlich) erzeugt zusätzliche Tiefe und interessante lasierende Effekte. Mit Wisch-, Wickelund Tupftechniken entstehen auch auf glatten Untergründen wunderschöne Akzente. Nach einem Grundanstrich aus dezent abgetöntem „Kompaktweiss“ wird mit verschiedenen Techniken und „Kompaktweiss“ in anderen Abtönungen die Effektbeschichtung durchgeführt. Je nach Technik und Tönung fallen die Ergebnisse ganz unterschiedlich aus. „CreaLine“ von Schöner Wohnen Farbe gibt’s in Fach- und Baumärkten.

Im Falle von Lehmputz kommen zur optischen Verbesserung noch bauphysikalische Vorteile, da Lehmputz die Eigenschaft hat, Feuchtigkeit aus der Raumluft aufzunehmen und bei Bedarf wieder abzugeben, Allergene und Feinstäube werden minimiert.

Quelle29.03.2007
City Post Verlag

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