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Mode für die Wand - Teil 1
Maritim: Leinen los!

Sommer, Sonne, Strand und Meer, von Urlaubsfeeling und Strandkorbrelaxing, luftig-leichten Stoffen und frischen Trends. . .
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Leinen Los! - Foto: Lazi & Lazi
Leinen Los! - Foto: Lazi & Lazi


Leinen Los!
Ein rot-weißer Leuchtturm, der auf der Landspitze in der Sonne glänzt. Fischkutter, die in einen malerischen kleinen Hafen einlaufen. Möwen, die durch den strahlend blauen Himmel schwingen. . . Man spürt förmlich schon die steife Brise, die die Segel der schlanken Yachten bläht, schmeckt das Salz in der Luft. . . und wacht auf in seinem tristen Zimmer, in dem das Einzige,was auch nur entfernt ans Meer erinnert, das Urlaubsfoto vom letzten Jahr ist.

Doch ebenso wie heutzutage Meeresalgen in Kosmetik in unseren Alltag gehören, haben auch Leinenschuhe, Ringel-Shirts und Segeltuchtaschen ihren festen Platz in der Sommermode. Dass es aber in unserer Wohnung trotzdem nicht etwa so aussehen soll wie in einer verrauchten Hafenkneipe mit Haifischköpfen und Netzen mit Plastikfischen und -seesternen oder gar wie in Käpt´n Ahabs Kajüte ist klar. Nicht nur Moby Dick soll bitte draußen bleiben. Auch kleine Meerjungfrauen und Seepferdchen kommen uns nicht an die Wand! Aber was dann?

Junge, komm bald wieder...

Blautöne und Sandfarben, geflochtene oder gewobene Strukturen und sinnliche Materialen wie zum Beispiel Holz finden wir spielend in trendigen Farben, vielfältigen Strukturtapeten und wunderschönen Parkettarten wieder. Alles Elemente, die unsere Kreativität angeregt haben, um Ihnen ein maritimes und zugleich pfiffig-frisches Flair nach Hause zu bringen – ohne dabei versehentlich in schnulzige Seemannsromantik zu versinken.

Also: Blaue Streifen in unterschiedlichen Tönen und Breiten bilden ein fröhliches Farbspiel, das aus einem kaschmir-farbenen Sockel aufsteigt und dessen Muster von den Gardinen spielerisch aufgenommen wird.

Ein 80 Jahre alter Schiffskoffer bringt den gewünschten Hauch von Nostalgie. Ganz bodenständig - das Laminat im Schiffbodenmuster. Nur das Seemannsgarn müssen Sie jetzt noch selbst spinnen...

„Und um Flecken zu vermeiden, sollte hervortretender Kleister sofort von der Tapete entfernt werden!“


Aller Anfang ist schwer, wird aber belohnt! Den Start machte, wie bei jeder Renovierung, das Abdecken des kompletten Raumes. Zunächst wurde von fleißigen Helfern damit begonnen, Fenster und Türen sorgfältig vor den Begleiterscheinungen unserer Arbeiten mit Malerkrepp und Abdeckfolie „Easy Cover“ zu schützen.

Wichtig: Sollten Sie schon Sockelleisten haben, auch diese komplett abkleben und verhüllen. Und bitte nicht vergessen: Sicherungen ausschalten, bevor Sie die Abdeckrahmen von Steckdosen und Lichtschaltern abmontieren!

Der perfekte Untergrund zum Tapezieren muss trocken, eben, trag- und saugfähig sein. Um also auf eine solide Basis aufbauen zu können wurde die gesamte Wand mit dem Trendvlies von Erfurt tapeziert.

Der zum Tapeten-Typ passende Kleister Tesa „Vlies“ wurde direkt auf die Wand aufgetragen. Die großen Vorteile, die das Trendvlies so benutzerfreundlich machen, sind: das Ausgleichen und Nivellieren von Wand-Unebenheiten wie Rissen, ein gutes Saugvermögen und vor allem die Möglichkeit, später das Ganze einfach komplett wieder abzuziehen. Und das alles ohne Einweichen, Abkratzen und Fluchen!

Das Trendvlies kann dabei als direkter Untergrund für einen Anstrich oder einen Innenputz dienen oder aber – wie hier gezeigt – als sauberer und planer Untergrund für eine Tapete fungieren.

Beim Tapezieren ist zu beachten, dass sowohl Zugluft, aber auch ein Überheizen des Raumes zu vermeiden sind. Jede Tapete sollte gründlich, aber eher stetig als blitzartig trocknen. Durch zu schnelles Trocknen der Oberfläche könnten anderenfalls die Nähte aufplatzen!

Also sorgten wir für eine ideale Raumtemperatur, die in der Regel zwischen 18 und 20 Grad liegen sollte.

Auf unsere Trendvlies-Basis kamen im nächsten Schritt am nächsten Tag die Papierprägetapeten „Novaboss“, die mit Ihren unterschiedlich starken Strukturen wirklich schöne Effekte an die Wand bringen. Für diese Tapete benutzen Sie den Kleister Tesa „Normal“.

Um saubere Ergebnisse zu erzielen hielten wir
uns auch hier an ein paar Profi-Tipps:


- In der Regel beginnt man an einem Fenster und tapeziert von dort aus im Uhrzeigersinn.
- Um die richtige Position für die erste Bahn auszuloten ließen wir ein Senklot neben dem Fenster fallen. Mit weichem Bleistift markierten wir am Faden entlang die Linie, mit deren Hilfe wir den ersten Streifen präzise an die Wand bringen konnten.
- Um ein sauberes Gesamtbild zu erhalten ist es wichtig, dass die Nähte der Bahnen genau aneinander stoßen – ohne Spalt oder Überlappungen.

Der obere Teil der Wände wurde in einer Art Leinen-Optik (Novaboss 267), die untere Hälfte der Wand mit einer Papierprägetapete in Korbgeflecht-Optik (Novaboss 250) von Erfurt gestaltet.

Symbolisch und gedanklich inspiriert von gemütlichen Strandkörben am Meer oder den luxuriösen Leinenbezügen eines Liegestuhls an Deck einer Yacht, versteht sich.

Um das Ganze auch farblich mit unseren maritimen Mode-Assoziationen zu verbinden, kam darauf folgenden Tag (Sie wissen schon, die Trockenzeiten!) noch der finale Anstrich. Im unteren Teil der Wände kam ein Beige-Ton zum Einsatz, um unsere Meer-Strandkorb-Genießer-Stimmung zu verdeutlichen.

Den oberen Teil gestalteten wir in frechen Streifen mit Hilfe der Schöner Wohnen Trendfarben „Snow“, „Lavendel“,„Sky“ und „Salbei“. Dafür wurde zunächst mit Tesa „Easy Cover“ der untere Teil abgeklebt und so durch die am Kreppband hängende Folie vor Klecksen geschützt.

Dann folgten, beginnend mit der hellsten Farbe, die ersten Streifen.
Deren Ränder klebten wir nach dem Trocknen mit Tesa „Maler Krepp“ ab um saubere Kanten zu erhalten. Hilfestellung für akkurates Arbeiten bietet auch hier wieder das Lot!

Damit die neuen Farben nicht unter das Krepp laufen konnten, tupften wir den Rand noch einmal mit „Snow“ ab, um dann, nach dem Trocknen, mit den anderen Farben fortzufahren. Im Ergebnis fühlten wir uns in unserer Wahl dann doch sehr bestätigt: Durch die unterschiedlichen Breiten der verschiedenen farbigen Bereiche wurde das Ganze noch eine Idee lebendiger und frischer!

Wie Fahnen im Wind!


Quelle08.03.2005
FamilyHome

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