TL;DR - Das Wichtigste in Kürze
- Umbau in Ennigerloh: zweigeschossiger Wintergarten mit verglastem Giebel sorgt für mehr Licht.
- Wendeltreppe liegt innen und verbindet Erd- und Obergeschoss zu einer offenen Wohnlandschaft.
- Erweiterung des Satteldachs: Gartenseite verglast bis knapp unter den First, mehr Ausblick.
- Sonnenschutz per Alu-Raffstores und Überglasmarkise; Split-Klimaanlage verhindert Überhitzen.
- Wintergarten gut isoliert mit Fußbodenheizung; Bauzeit knapp ein Jahr inkl. Baugenehmigung.

Aus dem bestehenden Sommergarten auf einem Anbau des Hauses erschuf die Bauherrenfamilie eine zweigeschossige offene Wohnlandschaft. Vor dem Umbau ging es in den nicht isolierten Sommergarten über eine Außentreppe. Die Bauherren wünschten sich einen erweiterten, besser integrierten Wohnraum – und den freien Blick in die Gartenlandschaft.

Das Satteldach des Wohngebäudes wurde erweitert. An der Straßenseite reichen die Ziegel bis zur Hauswand. Zur Gartenseite ergänzt stattdessen der verglaste Wintergarten das Dach bis knapp unter den First. Das Obergeschoss ermöglicht so den Ausblick zu zwei Seiten und in den Himmel – mit einer hohen Decke für das offene Wohngefühl von Weite und Freiheit. Der Raum im Erdgeschoss dient als Wohnzimmer mit direktem Zugang zum Garten. Die kompakte Wendeltreppe führt – wie ein offenes Treppenhaus – direkt an der Glasfassade entlang. Ein durchdachtes Lichtkonzept ergänzt die Gesamtkomposition in den Abendstunden.

Komplexe Arbeiten an einem Wintergarten mit Dacharbeiten brauchen Zeit – knapp ein Jahr hat das Projekt ab Baustart gebraucht. Sorgfältige Planung und gute Beratung sind im Vorfeld unerlässlich. Dazu gehört auch die Baugenehmigung – eine unumgängliche Formalität bei der Höhe des Umbaus.
Resümee von Tilman Fabelhardt (Redaktion “bauen.com“)
Der Umbau zeigt, wie durch kluge Planung aus einem funktionalen Anbau ein zentraler Lebensraum entstehen kann. Besonders überzeugend ist das Zusammenspiel aus Tageslicht, Blickachsen und einer offenen Verbindung der Geschosse. Der Wintergarten wird hier nicht als Zusatz gedacht, sondern als vollwertiger Teil des Hauses, der sich ganzjährig nutzen lässt. Technische Lösungen wie Verschattung, Dämmung und Klimatisierung sind sinnvoll integriert, ohne den offenen Charakter zu beeinträchtigen. So entsteht ein Wohnkonzept, das Großzügigkeit, Komfort und Nähe zur Natur dauerhaft miteinander verbindet.

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