Sicherheit im Frühjahr nicht verschlafen

Im Frühjahr erwachen die deutschen Häuslebauer und Heimwerker. Doch im Bau-Elan wird die Sicherheit oft verschlafen: Nur jedes hundertste Haus verfügt über das notwendige Minimum an Einbruchschutz. Wie und warum man sich schützen soll, sagt der Experte der Initiative für aktiven Einbruchschutz „Nicht bei mir!“, Thomas Schulz.
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Mehr als die Hälfte der Einbrüche erfolgen über Fenster und Balkontüren. Abschließbare Zusatzsicherungen bieten wirksamen Schutz vor Aufhebeln des Fensters. Praktisch: mit nur einem Schlüssel können Sie alle Fenster sicher verschließen. Foto: ASSA ABLOY
Mehr als die Hälfte der Einbrüche erfolgen über Fenster und Balkontüren. Abschließbare Zusatzsicherungen bieten wirksamen Schutz vor Aufhebeln des Fensters. Praktisch: mit nur einem Schlüssel können Sie alle Fenster sicher verschließen. Foto: ASSA ABLOY

Wer rein will, kommt auch rein, heißt es oft. Kann ich mich wirklich vor Einbrechern schützen?

Thomas Schulz: Polizeistatistiken belegen, dass fast 40 Prozent der Einbrüche scheitern, weil Sicherungsmaßnahmen vorhanden waren. Sicherheitstechnik nimmt dem Einbrecher die Zeit zum ungestörten Arbeiten: Wenn er nach drei bis fünf Minuten nicht eindringen konnte, gibt er meistens auf. Deshalb ist das Nachrüsten mit mechanischen Sicherungen die beste Vorsorge, das lässt Sie sicher schlafen.

Was sind die typischen Schwachstellen von Häuser und Wohnungen, wo wird besonders häufig eingebrochen?

Thomas Schulz: Die Schwachstellen bei Einfamilienhäusern sind die Fenster, Balkon- und Terrassentüren. Darüber dringen zwei Drittel der Einbrecher ein. Bei Mehrfamilienhäuser hält es sich die Waage: Die Hälfte der Langfinger bricht über die Wohnungstür ein, die andere Hälfte über die Fenster.

Was ist Ihr Tipp, um mein Zuhause sicher gegen Einbrecher zu machen?

Thomas Schulz: Einbrecher nutzen immer das schwächste Glied aus. Sichern Sie deshalb Türen und Fenster, sowohl an der Bandseite, als auch an der Griff- bzw. Schlossseite. Die Tür schützen Sie mit Schließzylinder, Schutzbeschlag und Schließblech sowie Zusatzschlössern und Bandseitensicherungen. Sollten Sie keine einbruchhemmenden Fenster haben, rüsten Sie Ihre Fenster mir Zusatzschlössern nach.

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Sicherheitstechnik nimmt dem Einbrecher die Zeit zum ungestörten Arbeiten, sagt der Experte der Initiative für aktiven Einbruchschutz „Nicht bei mir!“: Wenn er nach drei bis fünf Minuten nicht eindringen konnte, gibt er meistens auf. Deshalb ist das Nachrüsten mit mechanischen Sicherungen die beste Vorsorge. Foto: ASSA ABLOY
Sicherheitstechnik nimmt dem Einbrecher die Zeit zum ungestörten Arbeiten, sagt der Experte der Initiative für aktiven Einbruchschutz „Nicht bei mir!“: Wenn er nach drei bis fünf Minuten nicht eindringen konnte, gibt er meistens auf. Deshalb ist das Nachrüsten mit mechanischen Sicherungen die beste Vorsorge. Foto: ASSA ABLOY
Eine qualitativ hochwertige Absicherung von Türen und Fenstern ist sicherlich nicht ganz preisgünstig…

Thomas Schulz: Sicherheit ist kein Schnäppchenmarkt. Nur hochwertige Technik, geprüft und zertifiziert vom VdS und fachmännisch installiert schützt wirkungsvoll. Lassen Sie sich vom Fachhandel kostenlos beraten und holen Sie Vergleichsangebote ein. Auf der Webseite www.nicht-bei-mir.de finden Sie qualifizierte Experten.

Sicherheitstechnik ist vom Design nicht gerade ansprechend. Gibt es neue, schicke Lösungen?

Thomas Schulz: Verriegelungen müssen massiv sein, sonst halten sie den Gewaltkräften eines Einbruchs nicht stand. Die meisten Hersteller achten aber auf zeitlos, klassisches Design. Die Farben können Sie passend zu Ihren Türen und Fenstern wählen.

Ein Sicherheitsexperte schützt bestimmt sein eigenes Zuhause. Welchen Einbruchschutz haben Sie persönlich?

Thomas Schulz: Meine Wohnungstür schützen neben Schließzylinder und Schutzbeschlag, ein Kastenriegelschloss, eine Türgriffkette und Scharnierseitensicherungen. Die Fenster im Erdgeschoss sind mit abschließbaren Zusatzsicherungen geschützt. Allerdings sollte man zuvor mit dem Vermieter den Einbau von Sicherungstechnik absprechen.


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