Herbstanfang steigt die Einbruchszahl

Wenn jetzt die Tage kürzer werden und die frühe Dämmerung Einbrechern Schutz vor dem Entdecken bietet, steigt die Zahl der Wohnungseinbrüche drastisch an. Im Vergleich zum Sommer wird im Herbst und Winter fast doppelt so oft eingebrochen. Wie kann man sich am besten schützen?
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Eine Hausratversicherung schützt vor den materiellen Folgen eines Einbruchs. Die Verletzung der Privatsphäre wird von Opfern als elementarer Angriff empfunden. Angstzustände und andere psychische Probleme sind häufig die Folge, besonders wenn die Einbrüche in Anwesenheit der Bewohner begangen werden. Dabei kann man Einbrechern schon mit recht einfachen Mitteln einen Riegel vorschieben. Foto: Initiative Nicht bei mir!
Eine Hausratversicherung schützt vor den materiellen Folgen eines Einbruchs. Die Verletzung der Privatsphäre wird von Opfern als elementarer Angriff empfunden. Angstzustände und andere psychische Probleme sind häufig die Folge, besonders wenn die Einbrüche in Anwesenheit der Bewohner begangen werden. Dabei kann man Einbrechern schon mit recht einfachen Mitteln einen Riegel vorschieben. Foto: Initiative Nicht bei mir!

Einbrechern keine Chance geben



„Effektiver Schutz gegen Einbrecher fängt bei einfachen Verhaltensregeln an“, unterstreicht Dr. Helmut Rieche von der bundesweiten Initiative für aktiven Einbruchschutz „Nicht bei mir!“, in der sich die Polizei und Verbände der Sicherheitswirtschaft zusammengeschlossen haben. Angekippte Fenster und Terrassentüren seien nahezu eine Einladung für Diebe, nur ins Schloss gezogene Türen stellten kaum ein Hindernis dar. Bei längerer Abwesenheit empfehlen die Experten, über Zeitschaltuhren zeitweise Räume zu beleuchten und so Anwesenheit vorzutäuschen. Verschiedene strategisch platzierte Bewegungsmelder und Scheinwerfer im Außenbereich nehmen Einbrechern den Schutz der Dunkelheit.

Mit Technik vorbeugen



Den wirkungsvollsten Schutz bietet die richtige Sicherheitstechnik, denn mehr als ein Drittel aller Versuche scheitert bereits an geeignetem Einbruchschutz. Einbruchhemmende Fenster und Türen verhindern zum Beispiel das sekundenschnelle Öffnen einer Terrassentür mit einem Schraubendreher. Alarmanlagen bieten einen Zugewinn von Sicherheit und Komfort und tragen dazu bei, die Einbrecher zu schnappen. In etwa drei Viertel der Fälle, in denen ein Einbruch durch eine Alarmanlage mit sogenanntem „stillem Alarm“ verhindert wurde, konnten der oder die Täter in flagranti erwischt und dingfest gemacht werden. „Stiller Alarm“ ist die lautlose Alarmweiterleitung an einen Sicherheitsdienst.

Einbrecher nutzen gerne die frühe Dunkelheit, um unbemerkt in Häuser und Wohnungen einzudringen. Foto: Initiative Nicht bei mir!
Einbrecher nutzen gerne die frühe Dunkelheit, um unbemerkt in Häuser und Wohnungen einzudringen. Foto: Initiative Nicht bei mir!

Ob das richtige Sicherheitsschloss, verschließbare Fenstergriffe oder die über Bewegungsmelder gesteuerte Außenbeleuchtung: Bürger und Gewerbetreibende können sich auf der Website www.nicht-bei-mir.de über die Schwachstellen von Wohnungen, Häusern und Büros sowie über geeignete Schutzmaßnahmen informieren. Für die notwendige fachliche Beratung bietet die Internetseite eine Datenbank mit qualifizierten Sicherheitsfachfirmen und den Zugang zu den polizeilichen Beratungsstellen. Damit keine Frage offen bleibt, besteht für alle Interessierten die Möglichkeit „Dr. Sicher“, dem virtuellen Sicherheitsexperten, eine E-Mail zu schreiben. Die Fragen des Verbrauchers werden dann in kurzer Zeit vom Experten beantwortet.


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