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Altbau mit moderner Energieeffizienz

Im Würzburger Stadtteil Sanderau, unweit der historischen Altstadt und der Mainpromenade gelegen, steht seit 1911 das ansprechende Mehrfamilienanwesen Haus Zacharias. So attraktiv das mehr als 100 Jahre alte, noch im Stile der Jahrhundertwende errichtete Stadthaus schon seinerzeit angelegt worden ist, wurde es im Sinne der modernen Anforderungen an Wohnbauten doch Zeit für eine umfassende energetische Sanierung des Baubestandes.
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Außenansicht - Das Würzburger Mehrfamilienhaus wurde 1911 erbaut und befindet sich seit 1918 in Familienbesitz. Jetzt wurde es Zeit für eine umfangreiche energetische Sanierung, die auch den Einbau komfortabler Raumlüftung einschloss. Foto: Zehnder Comfosystems, Lahr
Außenansicht - Das Würzburger Mehrfamilienhaus wurde 1911 erbaut und befindet sich seit 1918 in Familienbesitz. Jetzt wurde es Zeit für eine umfangreiche energetische Sanierung, die auch den Einbau komfortabler Raumlüftung einschloss. Foto: Zehnder Comfosystems, Lahr

Das Haus Zacharias aus dem Jahre 1911 befindet sich bereits seit 1918 in Familienbesitz. Um neben der schönen Wohnlage auch den modernen Anforderungen an ein Mietgebäude des neuen Jahrtausends gerecht zu werden, entschied sich der Eigentümer zu umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen an dem vierstöckigen Mehrparteien-Stadthaus. Neben dem Einbau eines Lifts wurden vor allem auch energetische Maßnahmen nötig. Durch die Abdichtung der Gebäudehülle wurden die acht Mieteinheiten mit einer Wohnfläche von je circa 60 m² auf den Standard der um 30 % verschärften Energieeinsparverordnung (EnEV) gebracht. Im Zuge dieses Umbaus hielt auch die automatische, komfortable Raumlüftung Einzug in das Würzburger Anwesen.

Wohnzimmer - Im Innenraum sind die Öffnungen der Lüftungsanlage optisch sehr dezent. Die weißen Tellerventile unter der Zimmerdecke sind die einzigen optischen Anhaltspunkte dafür, dass der sanierte Altbau nun mit komfortabler Wohnaumlüftung ausgestattet ist. Foto: Zehnder Comfosystems, Lahr
Wohnzimmer - Im Innenraum sind die Öffnungen der Lüftungsanlage optisch sehr dezent. Die weißen Tellerventile unter der Zimmerdecke sind die einzigen optischen Anhaltspunkte dafür, dass der sanierte Altbau nun mit komfortabler Wohnaumlüftung ausgestattet ist. Foto: Zehnder Comfosystems, Lahr

„Die Besonderheit bei der energetischen Sanierung dieses Gebäudes besteht darin, dass wir die Straßenfront mit all den Säulen und Gesimsen in der ursprünglichen Optik bewahren wollten“, erläutert der zuständige Fachplaner Simon Englert vom Gemündener Studio Englert. „Daher wird in der Straßenfront des Gebäudes eine Innendämmung angebracht.“ An den restlichen Gebäudeseiten, die über keine besonderen Verzierungen verfügen, wird ein Wärmedämmverbundsystem verbaut. Diese Maßnahmen und die Wärmerückgewinnung über ein Lüftungssystem bringen das Gebäude energetisch auf das Neubauniveau von 30 Prozent unterhalb der aktuellen EnEV, weshalb der Bauherr übrigens auch von einem zinsgünstigen Kredit im Zuge des CO2-Sanierungsprogramms der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) profitieren konnte.

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Tellerventil Innen - Die Wohnungslüftungsanlage von Zehnder Comfosystems arbeitet praktisch lautlos. Durch die unauffälligen Tellerventile unter der Zimmerdecke strömt bedarfsgerecht stets die richtige Menge Frischluft in die Wohnräume. Foto: Zehnder Comfosystems, Lahr
Tellerventil Innen - Die Wohnungslüftungsanlage von Zehnder Comfosystems arbeitet praktisch lautlos. Durch die unauffälligen Tellerventile unter der Zimmerdecke strömt bedarfsgerecht stets die richtige Menge Frischluft in die Wohnräume. Foto: Zehnder Comfosystems, Lahr

Durch die luftdichte Versiegelung der Gebäudehülle und die Einbringung von Fenstern mit Doppelverglasung, die ebenfalls mit Laibungsplatten im Sinne der maximalen Energieeffizienz abgedichtet werden, musste eine Lösung gefunden werden, um weiterhin für einen geregelten Luftaustausch in den Wohnräumen zu sorgen. Denn bei zu geringer Frischluftzufuhr entsteht nicht nur ein ungesundes Raumklima, auch die Bausubstanz kann enorm unter den negativen Folgen von zu feuchter Luft leiden. „Gerade in Zeiten hoher Energiekosten lüften viele Menschen gezielt weniger, um die Wärme nicht nach draußen zu verlieren“, weiß Simon Englert. „Und auch ein strikt geregeltes Lüftungsverhalten, wie es solch ein dichtes Gebäude braucht, ist für viele Bewohner zeitlich nicht umzusetzen. Deshalb haben wir beschlossen, die Wohnungen im Rahmen der Sanierung alle mit einer komfortablen Raumlüftung auszustatten.“ Diese sorgt nicht nur dafür, dass stets ausreichend gesunde Frischluft für die Bewohner zur Verfügung steht, sie erhöht durch eingebaute Wärmetauscher auch die energetische Wertigkeit des Altbaus. So senkt sie zusätzlich die Heizkosten, da nun in der Lüftung nochmals 90% der Wärme aus der Abluft zurückgewonnen und der Zuluft zugeführt werden können.

Bad - Die Öffnungen zur Luftabsaugung sind in der Decke von Bad und Küche untergebracht und mit ansprechenden Designgittern verblendet. In diesen Problemräumen wird die verbrauchte, feuchte Luft abgesaugt. Foto: Zehnder Comfosystems, Lahr
Bad - Die Öffnungen zur Luftabsaugung sind in der Decke von Bad und Küche untergebracht und mit ansprechenden Designgittern verblendet. In diesen „Problemräumen“ wird die verbrauchte, feuchte Luft abgesaugt. Foto: Zehnder Comfosystems, Lahr

„Gerade in Würzburg herrscht auf dem Mietwohnungsmarkt häufig eine Preispolitik, die sehr niedrige Kaltmieten mit hohen Nebenkosten kombiniert“, erklärt Englert weiter. „Durch die hohe Energieeffizienz, die uns die Wohnungslüftung ermöglicht, können wir nach der Sanierung Wohnungen zu einer sicherlich angemessenen Basismiete anbieten, die sich aber durch niedrige Nebenkosten und hohe Mietpreisstabilität auszeichnen.“ Davon profitiert nicht nur der Mieter, der keine „böse Überraschung“ bei den Heizkosten fürchten muss, sondern natürlich auch der Vermieter, der schlicht einen höheren Anteil an der Gewinnschöpfung seines Objektes verbuchen kann, der nicht an den Energielieferanten abfällt.

Bei der Wahl des Lüftungssystems galt es einige bauliche Gegebenheiten zu beachten. So war es wichtig, nicht das Konzept der Fassade des Gebäudes durch die Luftein- und ausläße zu stören. Und weil die größtenteils vermieteten Wohnungen einzeln Zug um Zug nachgerüstet wurden, mussten Einzelgeräte gefunden werden, die möglichst leise, energieeffizient, platzsparend und unauffällig in die einzelnen Wohneinheiten integriert werden konnten. Denn ein einzelnes Zentralgerät wäre ohne massive Eingriffe in die vorhandene Bausubstanz nicht zu realisieren gewesen.

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CA 150 flat - Durch seine extrem flache Bauweise bot sich der Zehnder Comfosystems CA 150 flat als ideale Lösung für eine Wohnungslüftung in dem zu sanierenden Altbau an: Das Gerät wurde mit geringem Montageaufwand unter der Flurdecke installiert und vom Trockenbauer mit einer abgehängten Decke unsichtbar kaschiert. Foto: Zehnder Comfosystems, Lahr
CA 150 flat - Durch seine extrem flache Bauweise bot sich der Zehnder Comfosystems CA 150 flat als ideale Lösung für eine Wohnungslüftung in dem zu sanierenden Altbau an: Das Gerät wurde mit geringem Montageaufwand unter der Flurdecke installiert und vom Trockenbauer mit einer abgehängten Decke unsichtbar kaschiert. Foto: Zehnder Comfosystems, Lahr

Aufgrund ihrer enorm flachen Bauweise boten sich hierfür die ComfoAir flat 150 Komfortlüftungsgeräte des Herstellers Zehnder Comfosystems ideal an: Wie im Altbau um die Jahrhundertwende üblich, haben die Räume im Haus Zacharias eine extreme Deckenhöhe von etwa 3,50 Metern. Dadurch ergab sich bei der Verwendung der extraflachen zentralen Lüftunggeräte von Zehnder die planerische Möglichkeit, die automatische Raumlüftung praktisch völlig unsichtbar zu machen. Simon Englert: „Die ComfoAir flat Einheiten haben wir jeweils im Flur unter der Decke montiert und dann vom Trockenbauer mit abgehängten Akustikplatten kaschieren lassen. Dadurch hat man im Gang eine optisch unauffällige, minimal niedrigere Decke als in den anderen Räumen der Wohnung, die alle von diesem Gerät belüftet werden. Und die losen Platten bieten zudem den Vorteil, dass wir jederzeit ohne Revisionsklappe an das Gerät herankommen, wenn eine Wartung ansteht.“

An der Außenfassade mussten für den Luftein- und –auslass der Lüftung pro Wohnung nur je eine Abdeckung angebracht werden. Im Inneren der Wohnungen werden die Luftein- und -auslässe durch optisch zurückhaltende Tellerventile verblendet. Damit arbeitet die komfortable Raumlüftung nicht nur zugluftfrei und praktisch unhörbar, sie fällt auch nicht störend ins Auge und sorgt für eine optimale Durchströmung des Raumes. „Sollten diese wenigen technischen Elemente tatsächlich jemandem auffallen, so handelt es sich hier ja nur um kleine moderne Aspekte am alten Bestand“, meint Englert.
Die Montage der kompletten Lüftungsanlage ging vollkommen unproblematisch über die Bühne. Pro Wohnung nahmen die gesamten Arbeiten, also das Schlagen der Durchbrüche für das Luftverteilsystem, die Verlegung der insgesamt jeweils ca. zwölf Meter Rohrleitungen, die Montage des Zentralgeräts sowie die Verputz- und Trockenbauarbeiten nur jeweils zwei Tage in Anspruch.

Flur / Montage - Vom Flur aus versorgt der CA 150 flat über ein Luftverteilsystem aus ComfoTubes alle Räume der Wohnung mit Frischluft. So musste nur die Flurdecke minimal abgehängt werden, um das ganze System für das Auge verschwinden zu lassen. Bei der großen Raumhöhe des Altbaus fällt dies jedoch kaum auf. Foto: Zehnder Comfosystems, Lahr
Flur / Montage - Vom Flur aus versorgt der CA 150 flat über ein Luftverteilsystem aus ComfoTubes alle Räume der Wohnung mit Frischluft. So musste nur die Flurdecke minimal abgehängt werden, um das ganze System für das Auge verschwinden zu lassen. Bei der großen Raumhöhe des Altbaus fällt dies jedoch kaum auf. Foto: Zehnder Comfosystems, Lahr

Nur ein klein wenig länger dauert es wohl noch, bis das Haus Zacharias seinen ganz ursprünglichen Baueindruck aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg wiedererhält: In einer letzten Phase der Sanierung soll als neunte Mieteinheit wieder ein Penthouse mit kleinem Turm entstehen. „Das jetzige Dach ist eigentlich immer noch ein Behelfskonstrukt, nachdem im Krieg der alte Dachaufbau abgebrannt war“, so Englert. „Wir werden hier wieder eine Penthouse-Wohnung mit Erkerturm schaffen und damit den eigentlichen Baukörper wiederherstellen. Nur das Zwiebeldach des alten Türmchens werden wir nicht mehr umsetzen, sondern den Neuen in einem modernen Dachstil abschließen.“ Und natürlich wird nach den guten Erfahrungen auch im neuen Dachgeschoß moderne Wohnraumlüftung von Zehnder Comfosystems zum Einsatz kommen.


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