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Raumlüftung garantiert behagliches Wohnen

In Soltau, inmitten der Lüneburger Heide, entstanden zwei gestalterisch und bautechnisch anspruchsvolle Stadtvillen. Beide Häuser entsprechen dem KfW-Effizienzhaus 40 Standard und genügen somit höchsten energetischen Ansprüchen. Wesentlichen Anteil an der Qualität haben die Erdwärmepumpe und die kontrollierte Raumlüftung.
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Die prächtige Außenansicht der Stadtvilla in Soltau, Nähe Lüneburger Heide. Beim Neubau der zwei Stadtvillen spielte die Komfortable Raumlüftung  eine zentrale Rolle zur Erreichung des KfW-Effizienzhaus  40-Standards. Foto: Zehnder Comfosystems, Lahr
Die prächtige Außenansicht der Stadtvilla in Soltau, Nähe Lüneburger Heide. Beim Neubau der zwei Stadtvillen spielte die Komfortable Raumlüftung eine zentrale Rolle zur Erreichung des KfW-Effizienzhaus 40-Standards. Foto: Zehnder Comfosystems, Lahr

Die Stadtvillen befinden sich in ruhiger Lage nördlich des Stadtzentrums von Soltau. Beide Gebäude gliedern sich in Keller-, Erd- und Obergeschoss, den oberen Abschluss bildet die rückversetzte Dachetage. Sie beherbergen jeweils fünf Eigentumswohnungen mit drei bzw. vier Zimmern. Ihre Größen variieren zwischen 82 qm und 166 qm. Insgesamt wurden 1.060 qm Wohn- und rund 500 qm Nutzfläche geschaffen.

Die Außenwände des Kellers bestehen aus Porenbetonmauerwerk mit Perimeterdämmung und einer Abdichtung gegen nicht drückendes Wasser. Die aufgehenden Wände sind ebenfalls aus Porenbetonmauerwerk, erhielten aber ein 16 cm starkes Wärmedämmverbundsystem, dessen Putzschicht mit mediterranen gelben und orangenen Farbtönen gestrichen wurde. Die Geschossdecken bestehen aus Filigrandecken mit Ortbetonauflagen. Das hölzerne Zeltdach erhielt eine diffusionsoffene Unterspannbahn und wurde mit einer 24 cm starken Schicht aus Mineralwolle gedämmt. Die Eindeckung erfolgte mit kastanienroten Ziegeln aus engobiertem Ton. Fenster und Türen bestehen aus Kunststoff mit Fünf-Kammerprofilen und zwei Anschlagdichtungen. Der U-Wert der Dreifach-Wärmeschutzverglasung liegt bei 0,70 W/m²K. Alle Fenster sind mit Aluminiumrollläden (Minipanzer) ausgestattet.

Platzsparende Installation



Beide Stadtvillen werden über eine Erdwärmepumpe mit Warmwasseraufbereitung zentral beheizt. Die einzelnen Wohnungen verfügen über Niedertemperatur-Fußbodenheizungen mit individueller Unterverteilung. Die Bäder erhielten zusätzliche Einzel-Heizkörper. Eine Besonderheit stellt der Einbau der kontrollierten Wohnungslüftung dar, eine bei den inzwischen hohen Anforderungen an den energetischen Wärmeschutz zwingend notwendige Einrichtung zum Erhalt von Hygiene und Gesundheit der Bewohner.

Die Zu- und Abluft-Auslässe des Lüftungssystems wurden ästhetisch in die Außenfassade der Stadtvilla integriert. Foto: Zehnder Comfosystems, Lahr
Die Zu- und Abluft-Auslässe des Lüftungssystems wurden ästhetisch in die Außenfassade der Stadtvilla integriert. Foto: Zehnder Comfosystems, Lahr

Für den Bauherrn, die COMbau GmbH, Wietzendorf, war der Einsatz der kontrollierten Wohnungslüftung von Anfang an gesetzt. „Sie entspricht den Anforderungen der Energieeinsparverordnung, sorgt für einwandfreie hygienische Verhältnisse und erhöht die Wertstabilität der Immobilie“, erklärt Architekt und COMbau-Geschäftsführer Dipl.-Ing. Uwe Zagermann.

Eingebaut wurden in Soltau Lüftungsgeräte des Unternehmens Zehnder aus Lahr. Insgesamt acht Comfoair flat 150 mit jeweils zwei Schalldämpfern in den unteren Wohnungen sowie zwei Comfoair G 90-300 in den beiden Penthousewohnungen.

Die Lüftungsgeräte wurden in den Badezimmern installiert. Aufgrund der zentralen Lage der Badezimmer war dadurch eine optimale Luftverteilung für alle Räumlichkeiten gewährleistet. Ansonsten hätten sich zu lange Leitungswege in den Wohnungen ergeben. Zudem konnte durch den Einbau von Deckengeräten der Platzbedarf für die Lüftungstechnik ohne Beschränkung der Nutzfläche auf ein Minimum reduziert werden.

„Die flache Bauweise der Lüftungsgeräte erlaubte uns die Zwischendeckenmontage im Badezimmer bei acht Wohnungen. Sicherlich war diese Platz sparende Installationsform ein Hauptgrund für unsere Entscheidung, den Zehnder Comfoair 150 zu verwenden“, betont Uwe Zagermann. „Die kompakten Lüftungsgeräte messen in der Länge 170 cm, sind 60 cm breit und 22 cm tief. Zusammen mit den Schalldämpfern ergibt sich eine Gesamtlänge pro Comfoair 150 von 230 cm. Die Lüftungsgeräte wurden direkt unter der Betondecke montiert. Darunter befindet sich die abgehängte Decke, so dass die Bäder aus gestalterischen Gründen bis zur Zwischendeckenkonstruktion gefliest werden konnten.

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Frische Luft in der Küche: Durch die Anbringung der Luftdurchlässe an der Decke können die verbrauchte Luft sowie unangenehme Gerüche schnellstmöglich abziehen. Foto: Zehnder Comfosystems, Lahr
Frische Luft in der Küche: Durch die Anbringung der Luftdurchlässe an der Decke können die verbrauchte Luft sowie unangenehme Gerüche schnellstmöglich abziehen. Foto: Zehnder Comfosystems, Lahr

Das System für die Betonmontage



Die Luftverteilung erfolgt über 75 mm starke flexible Leitungen vom Typ Comfotube. Insgesamt wurden, je nach Wohnungsgröße, etwa 70 m bis 150 m Rohrleitungen verlegt. In den Dachgeschossen wurden sie in die abgehängte Decke montiert und in den übrigen Geschossen wurden die Rohre direkt in den Beton eingegossen. In den Badezimmern werden die Leitungen innerhalb der Zwischendecke in die Verteilstation geführt. Die Luftdurchlässe, z.B. im Küchenbereich, schließen bündig mit den Decken ab. Die Anzahl der Luftleitungen wurden für den zukünftigen Bewohner unsichtbar auf die erforderliche Luftmenge ausgelegt.

„Die Zehnder Comfoair 90-300 wurden nur in den beiden Penthouse-Wohnungen eingebaut“, erklärt Uwe Zagermann. „Da sie rund 170 m² groß sind, reichen die Luftwechselraten des Zehnder Comfoair 150 dafür nicht aus, so dass wie hier stärkere Geräte benötigen.“

Der Wirkungsgrad des vom Passivhausinstitut zertifizierten Zehnder Comfoair 150 liegt bei ca. 82% und beim Zehnder Comfoair 90-300 sogar bei über 90%. Beim Comfoair 150 sorgt hierfür ein Gegenstrom-Kanalwärmetauscher, beim Comfoair 90-300 der integrierte Kreuzgegenstrom-Wärmetauscher. Bei einem externen Druck von 100 Pa können beim Comfoair 150 bis zu 150 m³ Luft in der Stunde gefördert werden. Der Comfoair 90-300 schafft in der gleichen Zeit die doppelte Luftmenge.

Die Fernbedienung Comfocontrol ermöglicht in den Stadtvillen Soltau eine komplette Kontrolle und Einstellung der Funktio¬nen der Lüftungsanlage. Über einen Stufenschalter können die definierten Werte für Minimal-, Grund- und Intensivlüftung aktiviert werden. Foto: Zehnder Comfosystems, Lahr
Die Fernbedienung Comfocontrol ermöglicht in den Stadtvillen Soltau eine komplette Kontrolle und Einstellung der Funktio¬nen der Lüftungsanlage. Über einen Stufenschalter können die definierten Werte für Minimal-, Grund- und Intensivlüftung aktiviert werden. Foto: Zehnder Comfosystems, Lahr

Neben der Energieeffizienz zeichnen sich beide Geräte auch durch ihren Hygiene- und Bedienkomfort aus. Über eine Tastatur lassen sich verschiedene Ventilatorstufen und Betriebsarten ansteuern. Die eingestellten Parameter, wie Lüftungsstufe, Betriebsart und anstehende Wechsel der unterschiedlichen Filter werden über Leuchtdioden übersichtlich angezeigt. Der Einbau verschiedener Filtersysteme reagiert auf die unterschiedlichsten hygienischen und gesundheitlichen Anforderungen der Bewohner.

Der zeitliche Aufwand für die Verlegung der Leitungen lag nach Angaben von Architekt Uwe Zagermann pro Wohnung bei rund 4 h. Der Einbau und die Inbetriebnahme der einzelnen Geräte nahmen je¬weils einen Manntag in Anspruch. Verlegt wurden die Leitungen während der Rohbauphase auf den Filigrandecken. Die Lüftungsgeräte selbst wurden dann aber erst nach Abschluss der Putz- und Estricharbeiten eingesetzt.

Hohe Behaglichkeit



Nach einem halben Jahr Nutzungsdauer bestätigen die Bewohner die hohe Funktionalität und Behaglichkeit des Systems der kontrollierten Wohnungslüftung. „Die Resonanz ist sehr positiv“, erklärt Uwe Zagermann, „die Bewohner sind über die ständige Frischluft in ihren Wohnungen sehr zufrieden.“ Dazu war zwar ein Umdenken beim Nutzerverhalten notwendig, aber dank des permanenten zugfreien Luftaustausches fühlen sich die Bewohner nicht nur wohler in ihren neuen „vier Wänden“. Sie stellen auch fest, dass beim Duschen oder Baden die Spiegel nicht mehr „beschlagen“ und sie den Eindruck haben, ihre Räume seien trocken. „Nicht nur subjektiv empfinden die Bewohner ihre Wohnungen behaglicher, sondern auch objektiv lässt sich die höhere Frischluftqualität nachweisen“, resümiert Architekt Zagermann. Aufgrund der dichten Gebäudehülle werden die Lüftungsverluste bei „richtigem“ Wohnverhalten in Kombination mit der komfortablen Wohnraumlüftung erheblich reduziert. Die Folge sind geringere Energiekosten – die Bewohner fühlen sich somit doppelt wohler.

Quelle18.10.2012
Zehnder GmbH

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