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Augen auf beim Werkzeugkauf!

In vielen Einkaufs-Regalen finden sich Werkzeuge und Materialien zum Schnäppchen-Preis. Was zunächst verlockend erscheint, kann sich schon nach kurzer Zeit als Wegwerf-Artikel erweisen. Häufig sind minderwertige Rohstoffe und eine mangelnde Verarbeitung schuld daran.
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Wer diese Produkte kauft, belastet zudem die Umwelt, denn sie verbrauchen bei Herstellung, Transport und Nutzung jede Menge Energie und führen damit zur Erhöhung des CO2-Ausstoßes. Sind die Produkte nicht recyclebar, gehen wertvolle Rohstoffe verloren.

Deshalb rät die DIY Academy: Sich vorher informieren und auf Qualitätswerkzeuge mit hoher Lebensdauer achten!



Auf langlebige Produkte setzen

Durch ein bewusstes Einkaufsverhalten kann jeder einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Nachhaltiges Handeln und damit der Verzicht auf minderwertige Artikel können auch bewegen, dass immer mehr Unternehmen diese aus dem Verkehr nehmen.

„Dass Qualitätsprodukte auf den ersten Blick etwas teurer sind, lässt sich nicht abstreiten“, so Frank Michel, Geschäftsführer der DIY Academy. „Zieht man aber die Leistungsmerkmale mit in Betracht, rentiert sich der Anschaffungspreis in Bezug auf die Lebensdauer des Produktes und ein verbessertes Arbeitsergebnis sehr schnell.“

Auf Qualitätssiegel und Materialangaben achten

Eine erste Orientierungshilfe beim Kauf von geeignetem Material und Werkzeug findet man auf der Verpackung. Hier stehen neben den Materialangaben auch neutrale Prüfsiegel.

Das bekannteste deutsche Zeichen, „GS“, steht für geprüfte Sicherheit.

In diesem Fall testet eine unabhängige Institution wie etwa die Versuchs- und Prüfanstalt für Werkzeuge (VPA) die Qualität beispielsweise eines Hammers. Wichtig: Das Prüfunternehmen muss im Zeichen genannt sein. Das CE-Zeichen richtet sich hingegen nicht in erster Linie an Verbraucher. Es signalisiert den Behörden, dass das Werkzeug den EG-Sicherheitsrichtlinien entspricht und frei auf dem europäischen Binnenmarkt verkauft werden darf. Im Gegensatz zum CE-Zeichen erfolgt die Überprüfung und Vergabe des GS-Siegels auf freiwilliger Basis unter Einhaltung gesetzlicher Vorgaben. Zusätzlich können auch private Prüfzeichen wie das TÜV- oder VDE-Siegel am Produkt angebracht sein. Der Abdruck einer DIN-Norm auf dem Etikett verweist zumindest auf die Einhaltung gesetzlicher Minimalanforderungen im Hinblick auf Sicherheit, Funktion und Lebensdauer.

Tipp: Schon im Vorfeld bei neutralen Verbraucherorganisationen Informationen zu Materialangaben, Sicherheits- sowie Qualitätskriterien des jeweiligen Produktes einholen! So fällt die Entscheidung beim Einkauf leichter.

Weitere Beispiele aus dem Heimwerkerbedarf sind Farbe, Leuchtmittel Holzprodukte und Handwerkzeuge:



Qualitativ gute Farbe erkennt man vor allem an den Informationen auf dem Farbeimer. Hier werden die Eigenschaften einer Farbe bewertet und in verschiedene Qualitätsklassen eingeteilt. Eine Farbe mit einem Deckkraftvermögen der Klasse I und II deckt in nur einem Anstrich ab. Sie ist strapazierfähig und lässt sich in der Nassabriebklasse I und II sehr gut abwischen. Zusätzlich bieten die EN Norm 13 300 und der „Blaue Engel“ Orientierungshilfen. Bei Leuchtmitteln und Elektrogeräten sollte auf das EU-Energie-Etikett geachtet werden. Hier werden Produkte von A (sparsam) bis G (verschwenderischer Energieverbrauch) eingestuft. Holzprodukte wie z.B. Parkett oder Holz beim Bauen kennzeichnet das FSC-Zeichen. Dies signalisiert solche aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Bei Handwerkzeugen wie z.B. Schraubenschlüssel, -dreher oder Zangen ist die Härte des verwendeten Metalls bzw. die Legierung entscheidend für die Qualität.

Schraubendreher mit einer gehärteten oder mit Diamantstaub beschichteten Spitze greifen besser als die Billigvariante. Und die Erfahrung lehrt: Nichts ist nerviger, als ein Kreuzschraubenzieher, der durchdreht und dabei eine Schraube nach der anderen unbrauchbar macht. Blechwerkzeug hält selten das, was es verspricht, und verbiegt sich beim ersten Härtetest. Auch blitzender Chrom erweist sich so manches Mal als schöner Schein. Unter der Oberflächenveredelung verbirgt sich tatsächlich minderwertiges Metall. Hochwertige mechanische Handwerkzeuge werden aus gehärtetem Stahl wie zum Beispiel Chromvanadium (Cr-V) hergestellt. In der Regel findet sich diese Angabe auf der Verpackung, „ansonsten nachfragen“ empfiehlt die DIY Academy.

Quelle10.09.2007
DIY Academy e.V.

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