Behaglichkeit, die sich rechnet

Die diesjährige Heiz-Saison startete fulminant: Der Dezember 2010 war so kalt und schneereich wie seit über 40 Jahren nicht mehr. Zeitgleich schossen die Preise für Heizöl auf ein neues Zweijahres-Hoch, wobei ein Ende dieser Preisspirale zurzeit nicht absehbar ist.
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Um den Energieverbrauch in modernen, dichten Gebäudehüllen konsequent zu minimieren, ist heute eine Kontrollierte Wohnungslüftung unverzichtbar. Systemabhängig sind Heizkostensenkungen bis zu 40 Prozent möglich. Foto: BDH, Köln / FGK, Bietigheim-Bissingen
Um den Energieverbrauch in modernen, dichten Gebäudehüllen konsequent zu minimieren, ist heute eine Kontrollierte Wohnungslüftung unverzichtbar. Systemabhängig sind Heizkostensenkungen bis zu 40 Prozent möglich. Foto: BDH, Köln / FGK, Bietigheim-Bissingen

Um solchen unkalkulierbaren Kostenentwicklungen auf dem Energiemarkt entgegenzuwirken, werden heute beim Neubau und in der energetischen Sanierung die Außenhüllen der Häuser praktisch luftdicht verpackt. Dadurch soll vermieden werden, dass Wärme über Fugen und Ritzen nach draußen verloren geht. Doch um dabei auch weiterhin ein gesundes und behagliches Raumklima zu gewährleisten, ist ein regelmäßiger Luftaustausch im Gebäude notwendig. Damit beim Lüften die Wärmeenergie jedoch nicht buchstäblich wieder zum Fenster hinaus schwebt, ist heutzutage eine Kontrollierte Wohnungslüftung – welche die Luftwechselrate automatisch steuert – eine unverzichtbare Investition in die moderne Haustechnik.

„Der gesamte Heizenergiebedarf kann bei einem Neubau bis zur Hälfte durch die Lüftungswärmeverluste bestimmt werden“, erklärt Dr. Lothar Breidenbach, Geschäftsführer Technik beim Bundesindustrieverband Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V. (BDH) in Köln. „Diese Verluste können durch den Einsatz einer Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung erheblich reduziert werden - bei einer Reduzierung der benötigten Heizwärme um bis zu 40 Prozent.“ Denn in einem hermetisch abgeriegelten Gebäude, das im Sinne der Energieeinsparverordnung errichtet oder saniert worden ist, müsste man ansonsten alle zwei Stunden für fünf Minuten von Hand lüften, um gesunde Raumluftverhältnisse zu gewährleisten. Andernfalls steigt der CO2-Anteil schnell auf ein gesundheitsschädliches Niveau und eine zu hohe Luftfeuchte begünstigt das Schimmelwachstum.

Nicht nur, dass ein derart häufiger Lüftungsintervall im normalen Alltag praktisch nicht einzuhalten ist – durch regelmäßiges Öffnen der Fenster entweicht auch die teuer bezahlte Wärmeenergie in der Raumluft ungehindert nach draußen. Um gleichermaßen Energieeffizienz und behagliche Luftqualität sicherzustellen, bleibt nur der technische Lösungsansatz einer Kontrollierten Wohnungslüftung. Diese modernen Systeme, die inzwischen in verschiedenen Varianten für jeden Geldbeutel und Baubestand angeboten werden, sorgen automatisch und zugluftfrei stets für optimale Luftqualität im Gebäudeinneren und verbessern dabei noch zusätzlich die Energiebilanz. „Bereits eine reine Abluftanlage reduziert als Minimallösung den Energieverlust spürbar, da nur noch soviel warme Abluft aus dem Gebäude abgeführt wird wie für den gesunden Luftaustausch nötig ist“, weiß Experte Dr. Breidenbach. „Je nach Ausführung des Lüftungssystems ist es sogar möglich, mittels Wärmerückgewinnungsvorrichtungen mit Vorerwärmer oder integrierten Wärmepumpen den Lüftungswärmeverlust um bis zu 90 Prozent zu minimieren.“

Kontrollierte Wohnungslüftung spielt also beim energieeffizienten Bauen und Sanieren eine wesentliche Rolle und sollte von jedem Bauherren von Anfang an in die Planung einbezogen werden. Reduzierte Wärmeverluste und maximales Wohlfühlklima machen die moderne Lüftungstechnik zu einer Investition, die sich im wahrsten Sinne des Wortes bezahlt macht.


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