Planungstipps Wohnungslüftung

Eine dichte Gebäudehülle wie sie heute im Neubau Standard ist und auch durch einen Fenster-austausch bei der Sanierung forciert wird, setzt generell kontrollierte Be- und Entlüftung voraus.
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Kontrollierte Wohnungslüftungsgeräte finden in jeder Gebäudeauslegung unauffällig Platz – et-wa im Keller, in einem Abstellraum oder auch im gedämmten Spitzboden unter dem Dach. Für optimale Effizienz sollte der Standort so gewählt werden, dass das Rohrleitungssystem mög-lichst kurz ausgelegt werden kann. Bildquelle: Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V.
Kontrollierte Wohnungslüftungsgeräte finden in jeder Gebäudeauslegung unauffällig Platz – et-wa im Keller, in einem Abstellraum oder auch im gedämmten Spitzboden unter dem Dach. Für optimale Effizienz sollte der Standort so gewählt werden, dass das Rohrleitungssystem mög-lichst kurz ausgelegt werden kann. Bildquelle: Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V., Köln

Folgende Aspekte sollten bei der Planung berücksichtigt werden:
  • Zur Auswahl stehen prinzipiell zwei Systeme der komfortablen Wohnungslüftung: „Zent-rale Systeme“ und die „Dezentrale Systeme“. Zentrale Lüftungsanlagen versorgen ein ganzes Gebäude, während dezentrale Geräte einzelne Wohnungen bzw. nur einzelne Räume versorgen. Beim Neubau oder in der energetischen Sanierung bieten sich übli-cherweise eher zentrale Systeme an, dezentrale Systeme hingegen stellen eine Mög-lichkeit der Nachrüstung mit relativ geringem Aufwand dar.
  • Bei der kontrollierten Wohnungslüftung beginnt die Planung damit jeden Raum einer der folgenden Zonen zuzuordnen:
    o Zuluftzone (Schlafzimmer, Wohnzimmer, Kinderzimmer),
    o Überströmzone (Flur, Diele) und
    o Abluftzone (Bad, WC, Küche, ggf. Waschküche oder Trockenraum).
  • Die für jeden Raum optimale Luftwechselrate beachten: Diese gibt an, wie oft die Raum-luft innerhalb einer Stunde gegen frische Außenluft ausgetauscht wird. Optimal liegt sie in den Zulufträumen bei 0,5, d.h. ein kompletter Luftaustausch findet alle zwei Stunden statt.
  • Der Standort für ein Zentralgerät sollte so gewählt werden, dass die Länge des Rohr- und Kanalsystems möglichst kurz gehalten werden kann. Meistens findet das Gerät sei-nen Platz im Keller oder in Abstellräumen.
  • Heizwärmeverluste lassen sich durch einen Wärmetauscher oder eine Abluftwärme-pumpe im Gerät oder auch eine bedarfsgerechte Regelung - z.B. anhand der relativen Feuchtigkeit - um bis zu 90% verringern.
  • Beim Betrieb eines Lüftungsgeräts kann – wie bei etwa einem Wäschetrockner - Kon-densatwasser anfallen. Deshalb muss eine Abflussmöglichkeit vorhanden sein. In aller Regel ist vom Fachplaner hier ein entsprechender Abwasseranschluss vorgesehen.
  • Damit die Filter problemlos gewechselt und der Wärmetauscher einfach gereinigt wer-den können, sollte das Gerät leicht zugänglich sein.


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