VPB warnt: Nicht nur auf den schönen Schein achten!

"Mit Home-Staging verkaufen Sie Ihr Haus schneller und bis zu 15 Prozent teurer!". So und ähnlich werben Agenturen, die sich darauf spezialisiert haben, Häuser für den Verkauf optisch aufzubereiten. Der Verband Privater Bauherren (VPB) warnt Käufer gebrauchter Immobilien vor reiner Effekthascherei. "Hauskäufer sollten beim Besichtigen einer Immobilie nicht nur auf den schönen Schein achten", erläutert VPB- Vorsitzender Thomas Penningh, "sondern, wenn möglich, den Zustand des Altbaus vom Sachverständigen objektiv begutachten lassen."
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Home-Staging-Agenturen machen aus manchem schlichten Haus ein wahres Schmuckstück. Sie beduften Räume, platzieren Blumenarrangements und drapieren großzügige Stoffbahnen. "Bedenklich wird die Verschönerung allerdings immer dann, wenn kurz vor dem Verkauf noch schnell fleckige Wände übergestrichen werden", weiß Verbraucherschützer Penningh. "Denn das kann Käufer bei der Beurteilung der Immobilie in die Irre führen.

Nicht jede Verfärbung ist nur ein reiner Schönheitsfehler, oft genug sind Flecken auch Zeichen für Feuchteschäden und Schimmelbefall."

"Wer solche echten und erheblichen Schäden vorsätzlich verdeckt und bewusst verschweigt, der handelt arglistig", erläutert der VPB- Sachverständige die Rechtslage. Kommt die Sache ans Licht, muss er die Beseitigung der tatsächlichen Schäden bezahlen. Im Extremfall kann der Käufer den Kauf sogar rückabwickeln. "Verkäufer, die ihr Haus zum Verkauf aufpeppen lassen, sollten dies bedenken und sich nicht zum Vertuschen von Schäden hinreißen lassen, auf die sie von Rechts wegen sogar hinweisen müssten. Solche Manöver haben sonst ein gerichtliches Nachspiel, und dann dauert der Verkauf doch länger als anfangs erhofft", weiß der VPB-Vorsitzende.

"Auch Käufer sollten aufmerksam werden, wenn ihnen ein besonders geschöntes Heim präsentiert wird, das noch regelrecht nach frischer Farbe riecht. Leider sind viele Hauskäufer aber beim Kauf eines Gebrauchtwagens kritischer als beim Kauf einer teuren Immobilie", resümiert Bauherrenberater Penningh langjährige Erfahrung. Wer beim Hauskauf auf Nummer sicher gehen will, der sollte zur Besichtigung einen unabhängigen Sachverständigen mitnehmen. Der Experte kennt die Probleme alter Häuser und findet versteckte Mängel. Er weiß, welche Schäden bei einzelnen Haustypen zu erwarten sind und wie hoch die Sanierungskosten ausfallen. "Mit rund einhundert Euro pro Stunde halten sich die Honorare der Sachverständigen im Rahmen. Dafür erspart sich der Käufer unter Umständen teure Fehlkäufe und langwierige Rechtsstreitigkeiten."


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