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Sparpotenziale nutzen

Der Modernisierungsbedarf in deutschen Eigenheimen ist unverändert hoch. Nach einer aktuellen Studie der Dekra, bei der immobilienwirtschaftliche Daten aus Einfamilienhäusern ausgewertet wurden, besteht bei rund 28 Prozent der untersuchten Häuser ein Instandhaltungsstau, und rund 50 Prozent der zwischen 1946 und 1960 gebauten Häuser sind noch nicht umfassend modernisiert.
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Besonders effizient arbeitet eine Wärmepumpe in Kombination mit einer Lüftung mit Wärmerückgewinnung. Foto: djd/IWS GmbH
Besonders effizient arbeitet eine Wärmepumpe in Kombination mit einer Lüftung mit Wärmerückgewinnung. Foto: djd/IWS GmbH

Massive Auswirkungen hat das vor allem auf die Energieeffizienz der Häuser. Auf rund 80 Prozent schätzt die Deutsche Energieagentur (dena) die Sparpotenziale im Hausbestand. Bund, Länder und Kommunen fördern solche Modernisierungen massiv, doch nach Beobachtung der dena wird bei Sanierungen im Schnitt nur ein Drittel davon ausgeschöpft.

Sanierung mit Sparpotenzial



Neben der Dämmung von Wänden, Dach, Fenstern und Türen spielt das Heizsystem eine große Rolle bei der Reduzierung von Energiekosten. Wärmepumpen etwa, die je nach Auslegung der Anlage rund drei Viertel ihrer Energie aus Boden oder Luft beziehen, machen Öl oder Gas überflüssig. Diese Technik kann grundsätzlich auch bei der Sanierung eingesetzt werden. Experten wie Helge Bahr vom Hersteller IWS Intelligente WärmeSysteme raten aber zu einer differenzierten Einzelfallbetrachtung. Bei Erdwärmepumpen arbeitet das Unternehmen vorwiegend mit Spiralkollektoren, die weniger Platz im Garten benötigen als normale Flächenkollektoren. Wo Erdkollektoren gar nicht möglich sind, kann eine Tiefensonde oder eine Luftwärmepumpe eingesetzt werden.

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Angenehme Strahlungswärme



Auch die Weiterverwendung alter Heizkörper ist in den meisten Fällen möglich. Allerdings ist eine Senkung der Vorlauftemperatur notwendig. Dazu sollten die Thermostatventile an Heizkörpern in viel genutzten Räumen immer komplett aufgedreht bleiben; dann kann die Heizkurve gesenkt werden und die Temperaturanpassung erfolgt über den Außenfühler der Regelung. Größere Flächenradiatoren kommen oft sogar mit niedrigeren Temperaturen aus. Ideal sind Wandflächen- oder Fußbodenheizungen, die mit Vorlauftemperaturen von 30 bis 35 Grad eine angenehme Strahlungswärme verbreiten.

Spiralkollektoren für Erdwärmepumpen benötigen beim Einbau nur wenig Gartenfläche. Foto: djd/IWS GmbH
Spiralkollektoren für Erdwärmepumpen benötigen beim Einbau nur wenig Gartenfläche. Foto: djd/IWS GmbH

Die Heizungsregelung anpassen
Größere Radiator-Heizkörper lassen sich beispielsweise beim Einsatz einer Wärmepumpe auch mit niedrigeren Temperaturen als den üblichen 60 bis 65 Grad betreiben. Außerdem rät der Wärmepumpenexperte Helge Bahr, die Thermostatventile in viel genutzten Räumen komplett aufgedreht zu lassen und die Heizkurve am Regler der Wärmepumpe zu senken. Denn die meiste Energie verbraucht - so Bahr - das aufwendige Wiederaufheizen von Räumen mit stark abgesenkter Temperatur. Das gilt übrigens nicht nur bei Wärmepumpen, sondern auch bei konventionellen Heizungen.

Quelle31.10.2008
djd/IWS GmbH

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