Früh übt sich ...

... was ein Häuslebauer werden will! Bei Ausbauhäusern ist handwerkliches Geschick gefragt, dafür kommt man preiswerter zum Eigenheim.Wohl dem, der sich schon früh mit Hammer und Bohrer vertraut gemacht hat.
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Die Gleichung ist ganz einfach: Die Baufamilie übernimmt diverse Arbeiten selbst und der Haushersteller streicht diese aus seinem Leistungskatalog. Folge: Der Hauspreis sinkt.

Fotos: SchwörerHaus
Fotos: SchwörerHaus


Tapezieren und streichen – das hat wohl fast jeder schon mal gemacht, Fliesen oder Parkett verlegen – wahrscheinlich eher seltener.

Beim Einbau von Zimmertüren, Treppen oder Dämmung fehlt es den meisten an Erfahrung.

Aber: Nur wer sich tatsächlich mehr als Wände malern zutraut, kann beim eigenen Haus entscheidend Kosten einsparen. Andererseits entdeckt man vielleicht erst auf diese Weise den Spaß am Umgang mit Wasserwaage, Maßstab und Säge.


Nehmen Sie sich Zeit


Eigenleistung erfordert solide Kenntnisse, Zeit und handwerkliches Geschick. Leicht überschätzt man seine Fähigkeiten. Die richtige Anleitung ist essentiell. Die kann man von denen bekommen, die Ausbauhäuser anbieten: Mit Handbüchern und Videos werden Bauherren in spe geschult. Wenn es dann ernst wird, müssen Sie viel Freizeit opfern, denn auf der eigenen Baustelle werkelt man nach Feierabend, an Wochenenden und oft auch im Urlaub.

Unterschätzen Sie nicht den Zeitaufwand, den Sie als Laie oder Halbprofi für handwerkliche Arbeiten benötigen. Da heißt es Wände verfliesen, Böden verlegen, hämmern, schrauben, spachteln ... Manche Gewerke sind allerdings den Spezialisten vorbehalten wie etwa die Sanitär-, Heizungs- und Elektroinstallation.

Vorsichtig geschätzt lassen sich von einem durchschnittlich begabten Laien etwa fünf bis zehn Prozent der Bausumme durch den Einsatz eigener Muskelkraft beim Innenausbau einsparen.


Wer macht was


Ein und derselbe Haustyp wird von den Herstellern oft in mehreren Ausbaustufen angeboten – von der einfachsten Variante, bei der man lediglich die fertiggestellte Außenhülle des Gebäudes bekommt, bis zum bezugsfertigen Erdgeschoss mit einem zum Ausbau vorbereiteten Dachgeschoss.

Manche Hersteller überlassen auf Wunsch auch einzelne Gewerke dem Bauherrn. In der Leistungsbeschreibung sollte genau festgehalten sein, welche Arbeiten und Materialien der Haushersteller einbringt und was der Bauherr leisten und besorgen muss. Auch wenn vom Hersteller angebotene Ausbaupakete womöglich teurer sind als selbst zusammengesuchte Ware aus dem Baumarkt, sind Sie damit meist besser bedient, denn die Pakete sind in Menge, Maßen und Art der Baustoffe optimal auf das Haus und seine Konstruktion abgestimmt.

Trennen Sie die Eigenleistung und den Arbeitsbereich der Profis sauber voneinander ab. Mischen Sie zum Beispiel beim Fußbodenaufbau mit, indem Sie das vom Fachmann verlegte Parkett abschleifen und versiegeln, kann es Probleme mit der Gewährleistung geben. Achten Sie auch darauf, dass es beim Bauablauf aufgrund Ihrer Eigenleistung nicht zu Bauverzögerungen kommt. Da die Gewerke auf der Baustelle Hand in Hand gehen, müssen Sie Ihre Arbeiten termingerecht beenden und mit den übrigen Handwerkern abstimmen. Sie sollten sich also sicher sein, das Pensum auch bewältigen zu können.

Quelle02.03.2007
City Post Zeitschriften

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