Massive Bauweise füttert das Sparschwein

Aktuelle Studie belegt: Mauerwerk hilft, den Heizenergiebedarf zu reduzieren. Wohlige Wohnräume – besonders im Winter möchten wir nicht auf sie verzichten. Jedoch scheuen wir zunehmend die Geldsumme, die nach den kalten Tagen auf der Nebenkostenabrechnung steht. Mit rund 68 Prozent macht die Heizung den Löwenanteil am Energieverbrauch in deutschen Haushalten aus.
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Foto: epr / Xella Ytong / Massiv mein Haus
Eine aktuelle Studie zeigt: Bauherren eines Einfamilienhauses aus Mauerwerk können im Vergleich zu anderen Bauweisen ihren Heizenergiebedarf deutlich reduzieren. Foto: epr / Xella Ytong / Massiv mein Haus
Kein Wunder, dass jede Entlastung für die sogenannte „zweite Miete“ willkommen ist. Was viele Bauherren nicht bedenken: Neben der Anschaffung von effizienten Heizsystemen können sie bereits durch die Wahl der Bauweise ihren Kontostand dauerhaft schonen.

Ein massiv aus Mauerwerk errichtetes Haus bietet selbst in der kühlen Jahreszeit die Möglichkeit, die vorhandene Sonnenwärme zu nutzen. Die schweren Bauteile speichern nicht nur die überschüssige Energie aus der Sonneneinstrahlung über die Fenster, sondern auch die abgegebene Wärme von Kamin oder Kachelofen – und geben diese erst wieder an das Zimmer ab, wenn es darin kühler wird. Dadurch ist eine stets angenehme Raumtemperatur garantiert. Doch lassen sich mit dem Speichereffekt von Mauerwerk im Vergleich zu anderen Bauweisen wirklich Heizkosten einsparen?
  
Foto: epr / KS-Bayern / Massiv mein Haus
Der Wärmespeichereffekt von Mauerwerk hilft, auch an kühlen Tagen eintretendes Sonnenlicht oder Kaminwärme zu speichern und wieder an den Raum abzugeben. Dadurch bleibt es stets angenehm warm. 
Foto: epr / KS-Bayern / Massiv mein Haus
Definitiv! Das belegt eine aktuelle Studie des Ingenieurbüros alware. Dieses untersuchte anhand fünf simulierter Gebäude – vier verschiedene Mauersteinhäuser und ein Haus in Leichtbauweise –, wie sich die Wärmespeicherung auf den Heizenergiebedarf auswirkt. Jedes der Häuser wurde als zweigeschossiges Gebäude mit Südorientierung angesetzt, das dem Referenzhaus der EnEV 2016 entspricht. Für die Simulation zog man bei den Massivbauten jeweils Kennwerte der Ziegel-, Kalksandstein-, Porenbeton- und Leichtbeton-Bauweise heran, bei der Leichtkonstruktion die Werte der Holztafelbauweise. Als Heizperiode galt die Zeit von Ende September bis Anfang Mai, wobei in den Übergangsmonaten April und Oktober nächtliches Heizen berücksichtigt wurde.

Die Ergebnisse lassen das Sparschwein klingeln: Der Heizenergiebedarf des Holzhauses lag etwa acht Prozent über dem der Mauerwerksbauten! Besonders in den Übergangsmonaten benötigen die Steinhäuser deutlich weniger Heizwärme. Weiterhin zeigt die Studie, dass Heizsysteme in Massivhäusern eine rund vier Prozent niedrigere Spitzenleistung benötigen – denn sie kühlen nachts weniger aus, was das Aufwärmen am Morgen reduziert. Mehr unter www.massiv-mein-haus.de.

Quelle03.02.2016
epr / Massiv mein Haus

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