Seit den erneuerbaren Energien mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird, rückt auch eine „alte“ Erfindung wieder in den Blickpunkt des Interesses: die Wärmepumpe. Sie macht kostenlose Umweltwärme mit Hilfe von Strom für die Raumheizung nutzbar.
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Foto: Vaillant
Die Wärmepumpe ist keine neue Erfindung. Sie kam in den 70er-Jahren auf als eine von vielen Antworten auf drohende Energieknappheit. Erdacht, erprobt und schnell vergessen, als der Ölhahn wieder aufgedreht wurde.
Seit uns – nicht zuletzt durch die gestiegenen Preise für Öl und Gas – zunehmend bewusst wird, dass die fossilen Quellen nicht ewig sprudeln, ist auch die Wärmepumpe deutlich im Aufwind.
Die Wärmepumpe arbeitet ähnlich wie ein Kühlschrank mit einer Flüssigkeit, die schon bei geringsten Temperaturen verdampft und dabei Wärme aufnimmt, aus Erdboden, Grundwasser oder Außenluft.
Foto: Alpha-InnoTec
Im nächsten Schritt wird der Dampf im Aggregat komprimiert, sodass seine Temperatur auf ein verwertbares Niveau steigt. An der „Übergabestelle“ kondensiert er und überträgt die frei werdende Wärmeenergie auf den Heizkreis.
Anschließend wird der Druck wieder verringert, der Wärmeträger strömt zurück zur (unerschöpflichen) Quelle.
Die Effektivität einer Wärmepumpe im Jahresmittel wird durch die „Jahresarbeitszahl“ ausgedrückt: Energieertrag über ein Jahr, geteilt durch die verbrauchte Antriebsenergie. Gegenwärtig sind Jahresarbeitszahlen zwischen 3,5 und 4 realistisch, was, verglichen mit einer konventionellen Heizanlage, einem Wirkungsgrad von 126 bis 144 Prozent entspricht.