Vielen Hausbesitzern ist laut des Verbandes der Fenster- und Fassadenhersteller (VFF) nicht bewusst, dass alte Fenster und Türen teure Heizenergie durch veraltete Isoliergläser und undichte Rahmen wirkungslos nach draußen verpuffen lassen.
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Nachher: Auch optisch ist der Unterschied erkennbar: Das Haus der Familie Inderfurth vor und nach der Modernisierung. Foto: VFF
Welche Auswirkungen der Austausch der Fenster, eine moderne Fassadendämmung und eine neue Heizungsanlage auf den Energieverbrauch hat und wie viel sich damit unterm Strich sparen lässt, belegen erfolgreiche Renovierungsprojekte. Ein beeindruckendes Beispiel betreute Energieberater Harald Schmidt im baden-württembergischen Lahr. Er unterstützte die Modernisierung eines Mehrfamilienhauses aus dem Jahr 1970 mit einer Gebäudenutzfläche von rund 238 Quadratmetern.
„Begonnen hat das Projekt mit dem Wunsch der Hauseigentümer, die mit Einfachverglasung ausgestattete alte Haustür auszutauschen und so den kalten Füßen im Flur ein Ende zu bereiten“, erzählt Harald Schmidt. Herausgekommen ist dabei ein sanierter Altbau, der energetisch auf dem Stand eines Neubaus ist.
Der Flur war eisig kalt
Hauseigentümer Ralf Inderfurth erinnert sich noch mit leichtem Schaudern an die Zeit vor der Modernisierung: „Im Flur war es im Winter immer eisig, sogar die Scheiben waren gefroren.“ Energieberater Harald Schmidt, der der Familie beratend zur Seite stand, konnte die Hausbesitzer davon überzeugen, dass es mit dem Austausch der Hautür allein nicht getan ist, um das Gebäude energetisch an den heutigen Stand anzupassen. Seine Diagnose war eindeutig: Kalte Wände und Böden, feuchte Fensterscheiben und Schimmel waren unmittelbar auf Fenster mit veralteter Isolierverglasung von vor 1995, eine mangelnde Dämmung der Außenfassade und Kellerdecke sowie ein veraltetes Heizsystem mit Nachtspeicherofen zurückzuführen. „Das machte eine Generalsanierung unumgänglich, bei deren Umsetzung auch attraktive Fördermittel halfen “, so Harald Schmidt.
So wurde modernisiert
Die alten Holzfenster wurden durch neue Exemplare mit einer modernen Wärmedämmverglasung ersetzt. Dazu kam eine neue Haustür und sowohl die Fassade des Familiendomizils als auch die Kellerdecke wurden gedämmt. Gleichzeitig wurde der Dachstuhl neu aufgerichtet, mit einer zeitgemäßen Wärmedämmung versehen und ausgebaut. Auch der alte Elektro-Nachtspeicherofen mit dezentraler Warmwasserbereitung musste weichen: Er wurde durch eine zentrale Heizung und Warmwasserbereitung sowie eine Luftwärmepumpe ersetzt. Auf dem aufgearbeiteten Dach fand zudem eine großflächige Photovoltaikanlage Platz.