Klimaschutz durch CO2-Einsparung gehört zu den großen Herausforderungen unseres Jahrtausends. Doch hier ist nicht nur die „große Politik“ gefragt. Jeder Bauherr kann zu einer lebenswerten Umwelt beitragen, indem er beim Bauen und Renovieren nachhaltige Materialien wie etwa Holz verwendet und dadurch seine persönliche „CO2-Bilanz“ ausgleicht.
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Schon ein einziges Holzfenster sorgt dafür, dass der Atmosphäre 40 Kilogramm klimaschädliches CO2 dauerhaft entzogen bleibt. Foto: Bundesverband ProHolzfenster e.V.
Denn Holz schluckt schon beim Wachsen im Wald den Klimakiller Kohlendioxid (CO2). Der Kohlenstoff wird von der Pflanze gebunden, der Sauerstoff dagegen freigesetzt und an die Umwelt abgegeben. Das klimaschädliche Gas bleibt unserer Umwelt so lange entzogen, wie der Baum oder das später daraus gefertigte Holzprodukt bestehen bleibt.
Ein Holzfenster reduziert 40 Kilogramm CO2
Eine Beispielrechnung anhand von Fenstern führt die Dimension vor Augen: Ein einziges Holzfenster herkömmlicher Größe bindet etwa 40 Kilogramm CO2. Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus kann man allein durch den Einbau von Holzfenstern und -türen rund 840 Kilogramm CO2 einsparen. Ist das ganze Haus aus Holz, sind es sogar bis zu 40 Tonnen. Im Gegensatz da-zu produzieren Menschen aber auch sehr viel CO2 – pro Person kommen durch die Nutzung von Auto, Heizung usw. gleich einmal 10 Tonnen im Jahr zusammen.
Holzbau-Objekte bei CO2-Bank melden
Jeder sollte sich überlegen, wie es um seine eigene CO2-Bilanz bestellt ist. Wer mehr CO2 erzeugt als er reduziert, trägt zum Ansteigen der klimaschädlichen CO2-Konzentration in der Atmosphäre bei. Einen Ausgleich kann man unter anderem durch die bewusste Verwendung von Holzprodukten erreichen. Voraussetzung ist, dass das Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. Durch die Initiative „CO2-Bank“ der deutschen Wald- und Holzwirtschaft kann man sich den eigenen Einsatz jetzt sogar dokumentieren lassen: Unter der Internet-Adresse www.co2-bank.de ist auch für Bauherren die kostenlose Eröffnung eines „Kontos“ möglich, auf dem die mit Holz realisierten Projekte eingetragen werden können. Die Datenbank denkt positiv: Sie will mit ihrer Sammlung konkret die Mengen an Treibhausgas offenlegen, die durch die Leistungen der Forst- und Holzwirtschaft reduziert werden.