Mit dem am Mittwoch vorgelegten Entwurf der Richtlinie für Erneuerbare Energien hat die EU-Kommission den Weg frei gemacht für einen starken Aufschwung der Solarwärme (Solarthermie) und die Fortsetzung des Solarstrombooms (Photovoltaik) in Europa.
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Die Richtlinie sieht die Erhöhung des Anteils Erneuerbarer Energien von 8,5% auf 20% vor und hat ausdrücklich den Fortbestand der äußerst erfolgreichen Einspeisevergütungsregelungen für Solarstromanlagen in Deutschland, Spanien, Italien, Frankreich und vielen anderen EU-Ländern bestätigt. Solarwärmeanlagen werden in wenigen Jahren zum Baustandard werden, da bei Neubauten und bei Renovierungen künftig ein Teil des Wärmebedarfs mit Erneuerbaren Energien gedeckt werden muss. Der Bundesverband Solarwirtschaft begrüßt den Richtlinienentwurf als wichtigen Meilenstein für den beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren Energien.
Mit dem Richtlinienentwurf legt die EU-Kommission ein Konzept vor, wie das Ziel von 20 Prozent Erneuerbaren Energien in Europa bis zum Jahr 2020 erreicht werden kann. Jedes Mitgliedsland muss hierzu bis 2010 einen Aktionsplan ausarbeiten. „Der Bundesverband Solarwirtschaft geht davon aus, dass die Richtlinie der Entwicklung der Erneuerbaren Energien im allgemeinen und der Solartechnik im speziellen großen Rückenwind verleihen wird“, so Gerhard Stryi-Hipp, Geschäftsführer des BSW-Solar. Photovoltaik sei noch vergleichsweise teuer, weise allerdings auch die höchste Kostensenkung auf, deshalb brauche sie ein spezielles Fördersystem, wie es beispielsweise in Deutschland, Spanien, Italien und Frankreich etabliert wurde.