Deutschland verfügt mit aktuell 3,6 Milliarden Kubikmetern über die größten Holzvorräte Mitteleuropas. Die von Wissenschaftlern des Johann Heinrich von Thünen-Instituts errechnete Menge würde ausreichen, um einen massiven Turm mit drei mal drei Metern Grundfläche von der Erde bis zum Mond zu bauen.
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Nachdem der jährliche Zuwachs dieser Wälder nicht vollständig genutzt wird, nimmt unser nachwachsender Holzvorrat jährlich sogar noch weiter zu. Beste Voraussetzungen also, um mit einer Umstellung auf den ökologischen Energie-träger Holz den kostspieligen fossilen Brennstoffen Lebewohl zu sagen. Dabei spielt der Wohnort für die Heizalternative mit Holz keine Rolle mehr. Denn wurde das Heizen mit Holz früher vorrangig von Bewohnern ländlicher Regionen ge-nutzt, so ist heute dank moderner Holzpellets die Umrüstung auf eine komfortab-le Holzheizung auch für Stadtbewohner kein Problem mehr.
Traditionell bot sich die Holzheizung vor allem für Menschen an, welche in einer ländli-chen Gegend lebten und den Wald quasi direkt „vor der Tür“ hatten. Hier konnte man den Brennstoff selbst beim Landwirt oder beim Forstbetrieb abholen und verfügte zu-hause über ausreichend Fläche für dessen Lagerung. Doch seit der Erfolgsstory der modernen Pelletheizung ist diese Trennung zwischen ländlichen oder urbanen Berei-chen überflüssig. Dank eines engmaschigen Hersteller- und Vertriebsnetzwerkes wer-den die kleinen Holzpresslinge in Deutschland ganz bequem im Tanklaster auf kurzen Wegen vom Hersteller zum Haushalt transportiert.
Auch in puncto Lagerung und Lagerraumbefüllung stehen Holzpellets heute dem Kom-fort der alten Ölheizung in nichts nach: Über einen Schlauch werden die Pellets - vom Ablauf vergleichbar mit einer Heizöllieferung - in das Lager eingeblasen. Auch entlege-ne und verwinkelte Heizungskeller stellen dank der flexiblen Schlauchsysteme kein Problem dar.
Zudem benötigt das Brennstofflager gewöhnlich nicht mehr Platz als der alte Heizöl-tank. Dabei sind Holpellets nicht nur eine sehr umweltschonende, da CO2-neutrale Wärmequelle. Sie sind auch seit Jahren äußerst preisstabil. So kostet eine vergleich-bare Jahreslieferung Pellets für ein Einfamilienhaus derzeit rund 40% weniger als Heizöl und gut 20% weniger als Erdgas. Inklusive der staatlichen Unterstützung von mindestens 2.000 EUR bei der Umstellung rechnet sich der höhere Anschaffungspreis einer Pelletheizung gegenüber einer Ölheizung durchschnittlich bereits nach sieben Jahren. Und nicht nur für Einfamilienhäuser lohnt sich die Umrüstung: Für Mehrpartei-enhäuser aller Größen rechnen sich Heizsysteme auf Pelletbasis durch den höheren Betriebskostenanteil noch schneller.
Ob Stadt oder Land - Holzpellets sind inzwischen für Jedermann eine echte Alternative für die umweltschonende und kostensparende Wärmeversorgung geworden.