Der ständig steigende Bedarf an Strom und Gas fordert die Bundesnetzagentur heraus. Bisher wurden die Leitungen für Gas und für Strom unabhängig voneinander geplant. Die Kraftwerke, die jedoch aktuell mit den Leitungsnetzen verbunden sind, haben unterschiedliche Nutzungszeiträume. Obwohl zwischen der Dauer der Funktionalität seitens der Strom- und Gasnetzbetreiber nur 5 Jahre Differenz liegen, besteht für die Zukunft ein hoher Bedarf an Harmonisierung.
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Losgelöst von den technischen Realbedingungen kann jeder Betreiber im Energiewirtschaftsgesetz nachlesen, dass die zuverlässige Versorgung mit Strom und Gas als primäres Ziel anvisiert ist. Der auf die Bedürfnisse abgestimmte Ausbau aller Leitungswege ist in so genannten Netzentwicklungsplanunterlagen zu fixieren.
Für die Stromversorgung gilt, dass hier ein erheblicher baulicher Aufwand von Nöten ist, um die Versorgung auch künftig sicherzustellen. Neue Gasleitungen werden jedoch kaum gebraucht. Lediglich die Errichtung neuer Gaskraftwerke erfordert den Anschluss an das Netz.
Um beide Komponenten möglichst genau aufeinander abzustimmen, ist jetzt an der Zeit Berechnungsgrundlagen zu erstellen. Diese überaus komplexen Vorarbeiten benötigen viel Zeit und sind extrem aufwändig. Das Energiewirtschaftgesetz verlangt, dass Umbau- und Ausbaumaßnahmen für einen Zeitraum von 3 Jahren zu fixieren sind. Ob man allerdings unter der Vorgabe der Anpassung von Strom und Gas diese Vorgaben einhalten kann, ist fraglich. Der Termin für die Vorlage des Netzentwicklungsplans Gas ist für den April 2012 festgelegt. Für Strom gilt der Monat Juni des nächsten Jahres.
Die entstehenden Kosten werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zum Teil auf den Verbraucher umgelegt. Spätestens bei der neuen Berechnung der Abschläge lohnt sich möglicherweise ein Gasanbieter Vergleich. Da jedoch sämtliche Anbieter von diesem Maßnahmenpaket betroffen sind, ist zu befürchten, dass eine Kostensteigerung bei allen Providern zu verzeichnen sein wird.
Die Ziele der Harmonisierung sind allerdings kein Selbstzweck. Ebenso wichtig ist neben der effizienten Erzeugung der Energie, die funktionierende Verteilung. Zur Verhinderung von Versorgungsengpässen ist es einfach an der Zeit die Strom- und Gasnetze aufeinander abgestimmt zu bauen.