Der Klimawandel macht sich immer stärker bemerkbar. Forschungsinstitute prognostizieren eine Verdreifachung der Sturmereignisse bis 2100 und einen Anstieg der Sturmschäden um jährlich 7 %. Heftige Winde, starker Regen, hohe Temperaturschwankungen: Bei Gebäuden ist davon das Dach am stärksten betroffen. An windexponierten Dachflächen kommt es leicht zu Sturmschäden. In Rand- oder Eckbereichen sind Winddruck und Wassermengen besonders hoch. Schnell können An- und Abschlüsse etwa an Schornsteinen abreißen.
Anzeige
Die klimatischen Veränderungen stellen Bedachungsmaterialien auf eine harte Probe. Planungs- und Ausführungsmängel können schwerwiegende Folgen haben. Schon wenn kleine Feuchtigkeitsmengen in die Dachkonstruktion eindringen, können erhebliche Schäden im Innenbereich entstehen. Häuser sind mit geeigneten Vorsorgemaßnahmen vor den Folgen des Klimawandels zu schützen. Besonders sensibel sind An- und Abschlüsse, da sie die Nahtstellen eines Daches sind. Eine robuste Abdichtung kann auch extremen Bedingungen auf Dauer trotzen.
Die zunehmende Zahl von Wettextremen verlangt Materialien spezielle Eigenschaften ab. Walzblei erfüllt diese Voraussetzungen in besonderem Maße.
Hohe Grundstabilität: Walzblei verfügt über ein sehr hohes Eigengewicht. Mit einer Materialdicke von 1,25 Milimeter läßt sich Walzblei in allen gängigen Anwendungen sturmsicher verlegen. Mit größeren Dicken können Bleibleche noch höhere Windsoglasten aufnehmen. Grundsätzlich gilt: Je kleiner das Format, je dicker das Blei und je stabiler der Querstoß, desto höher ist die Windsogfestigkeit eines Anschlusses.
Passgenaue Form: Walzblei läßt sich manuell leicht verformen und in nahezu jede Form bringen. Das Material liegt passgenau auf dem Deckwerkstoff auf und umkleidet Ecken und Kanten wie eine zweite Haut. So bieten sich Windsoglasten kaum Angriffsflächen.
Sichere Befestigung: Wetterextreme verlangen nach Materialien, die sich ebenso stabil wie flexibel verhalten. Beim Einsatz von Walzblei werden direkte und indirekte Befestigungsarten häufig kombiniert. Direkte Befestigungen an der Oberkante von Bleiblechen dienen als fester Ankerpunkt, während indirekte Befestigungen ausreichend Spielraum für thermisch bedingte Ausdehnungen bieten. Besonders oft kommt der einfache liegende Falz zur Ausführung.
Neben konstruktiven Mängeln und Materialfehlern ist unzureichende Wartung die häufigste Ursache für Dachschäden. Der Zustand von Kehlen oder Übergängen etwa sollte regelmäßig überprüft werden, sonst kann der nächste Sturm weitere Schäden anrichten. Auch hier erweist sich Walzblei als außerordentlich zuverlässig: Reparaturarbeiten sind die Ausnahme. Bleibleche haben in der Bedachung eine durchschnittlich Lebensdauer von 40 bis 50 Jahren, bevor sie aufgrund steigender Reparaturanfälligkeit ausgebessert werden sollten.