Ob beim Wechsel einer ausgebrannten Lampe oder beim Streichen der Fassade: Jeder Heimwerker wird früher oder später höhere Aufgaben erhalten. Damit auch in schwindelerregender Höhe gearbeitet werden kann, werden die passende Ausrüstung und ein gewisses Maß an Vorsicht benötigt.
Jeder Mensch will in seinem Beruf aufsteigen. Handwerker müssen dies sogar täglich tun, und zwar nicht nur im bildlichen Sinne. Handwerker leben gefährlich: In Deutschland sterben jedes Jahr mehr als 50 Menschen an den Folgen eines Leiterunfalls. Die Berufsgenossenschaften registrieren jedes Jahr 30.000 schwere Sturzunfälle. Die tatsächliche Unfallzahl könnte weitaus höher sein, da es keine Meldepflicht gibt.
Moderne Leitern sind eigentlich sehr sicher - wenn sie benutzt werden. Ein Großteil der Unfälle ist auf Leichtsinn und alten, unsicheren Steiggeräten zurückzuführen. Wer im Keller noch eine alte Holzleiter aufbewahrt, für den wird es Zeit für eine Neuanschaffung. Unsichere Steiggeräte sollten umgehend unbrauchbar gemacht werden, damit sich niemand in Lebensgefahr bringt.
Beim Neukauf von Gerüsten und Leitern gilt es zwei Aspekte zu beachten:
eine solide Bauweise, die Leiter sollte bereits im Laden getestet werden
Bauform und Größe der Leiter muss den eigenen Bedürfnissen entsprechen - auch die Körpergröße spielt eine Rolle
Für Arbeiten im Haus sind Stufenleitern ausreichend. Diese Modelle verfügen über eine flache Bauform der Sprossen. Auf ihnen kann man auch längere Zeit problemlos stehen. Sie werden gerne beim Tapezieren oder Streichen der Decke eingesetzt. Zu den typischen Stufenleitern gehört die klassische Haushaltsleiter sowie der Klapptritt. Beide Bauformen können platzsparend zusammengeklappt und im Keller oder auf dem Dachboden verstaut werden.
Vielzweckleitern verfügen über Sprossen statt Stufen. Sie können in unterschiedlichen Anstellwinkeln bestiegen werden. Optimal ist allerdings ein 75-Grad-Winkel, um nicht Gefahr zu laufen, nach hinten zu kippen. Bei mehrteiligen Teleskop- oder Schiebeleitern sollte vor der Nutzung überprüft werden, dass die Sicherungshaken am Verschiebeschlag auch wirklich eingerastet sind.
Für professionelle oder großflächige Arbeiten kommt man um den Aufbau eines Gerüsts in der Regel nicht herum. Es muss allerdings keine teure Einrüstung gekauft werden. Fahrbarke Heimwerkgerüste erledigen die Arbeit genauso gut, wenn sie sachgerecht aufgebaut wurden. Die begrenzte Größe der Arbeitsplattform ist ein kleiner Nachteil, weil das Gerüst häufig umgestellt werden muss. Die Anschaffung lohnt sich allerdings aufgrund der hohen Sicherheit.