Baufinanzierung: Hohe Nachfrage dank Niedrigzinsniveau
Seit Jahren zeigt der deutsche Immobilienmarkt einen klaren Trend: nach oben. Dank dem erneut gesunkenen Zinsniveau steigt die Nachfrage nach Immobilienfinanzierungen weiter. Das belegt die Mai-Auswertung des Dr. Klein-Trendindikators Baufinanzierung (DTB), der monatlich erhoben wird.
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Wie auch im Vormonat nutzten besonders Personen mit geringerem Einkommen die aktuell attraktiven Bedingungen, mit der sie ihren Traum vom Eigenheim verwirklichen können. Im vergangenen Monat wurde das Zinsniveau noch einmal deutlich gesenkt. Die durchschnittliche Rate für eine zehnjährige Finanzierung über 150.000 Euro mit einem Tilgungssatz von zwei Prozent und einem Beleihungswert von 80 Prozent liegt bei nur noch 633 Euro. Damit sind die Kosten einer Finanzierung 276 Euro günstiger gegenüber dem Vorjahr und sogar 1.956 Euro geringer, als noch vor einem Jahr.
Aufgrund der aktuellen Entwicklung fragen Menschen, die sich in den vergangenen Monaten bei einem höheren Zinsniveau eine Finanzierung nicht hätten leisten können, nun nach Immobilienfinanzierungen nach. Um einen Immobilien-Crash wie in den USA im Jahre 2008 zu vermeiden, bremsen derzeit die deutschen Banken den Boom des Immobilienmarktes mit restriktiven Kreditvergaben ab.
Die Immobile als sicherer Sachwert mit Inflationsschutz
In den ersten Monaten des Jahres war die Nachfrage nach einer Immobilienfinanzierung eher verhalten. Kunden wollen aktuell das niedrige Zinsniveau für sich nutzen. Viele Menschen sehen allerdings in der Immobilie einen sicheren Sachwert mit Inflationsschutz. Trotz der historisch neidrigen Zinsen warnen Experten vor einem Schnellschuss potenzieller Immobilienerwerber. Trotz vieler Anfragen geben viele Banken an, dass längst nicht alle Finanzierungen gemacht werden. Bei der Beurteilung der Finanzierung spielt die Bonität, das Grundstück, die Infrastruktur sowie das Objekt eine ebenso wichtige Rolle wie die eigentliche Finanzierung. Die ideale Kombination entsteht dann, wenn die Immobilie aus verschiedenen Bausteinen wie Eigenkapital, Baudarlehen und Bausparvertrag finanziert wird. Idealerweise liegt der Anteil des Eigenkapitals zwischen 20 und 30, der des Bausparvertrags bei 25 und das Baudarlehen dementsprechend bei 50 bis 60 Prozent. Vor einem Gespräch mit der Bank können Interessierte einen Baufinanzierungsvergleich hier auf http://www.kreditrechner.com/baufinanzierung/ durchführen.
Nur noch maximal 80 Prozent werden finanziert
Immobilieninteressierte sollten ihren Blick bei der Finanzierung nicht nur auf den Kaufpreis richten. Nebenkosten wie Gebühren für den Makler und Notar sowie die Grunderwerbsteuer müssen ebenfalls berücksichtigt werden. Eine Rücklage für unvorhergesehene Situationen gehört ebenfalls in den Plan jeder Familie. Damit eine Finanzierung nicht ins Wanken gerät, sollte beim Gespräch mit der Bank auch über die Zinssicherheit diskutiert werden. Verbraucher mit schwacher Bonität und wenig Eigenkapital sehen das dummerweise anders. Dieses Klientel muss stärker auf die monatliche Belastung achten und entscheidet sich so häufig für kleinere Tilgungen am Anfang sowie kürzere Zinsbindungen mit niedrigen Zinsen.