Versorgungsleitungen
im Haus: Hartlöten, Weichlöten oder Kleben?
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Rohrverbindungen
durch Weichlöten
Der Selbstbauer sollte bei der Trinkwasserinstallation mit
Kupferrohr und Lötverbindungen zur eigenen Sicherheit auf
Temperaturen über 400° C verzichten und auf das Weichlöten
zurückgreifen.
Beim Weichlöten
von Kupferrohren verwendet man grundsätzlich nur Zinnlot mit
der Bezeichnung L-SnCu3 und
einem Schmelzpunkt unter 400° C. Für Trinkwasserleitungen
sind laut DIN 1707 lediglich
Lote zugelassen, die hygienisch und
toxikologisch unbedenklich sind. Flußmittel, in der
Regel Lötfett, müssen dabei der DIN
8513 entsprechen. Das Flußmittel
wird zur Beseitigung der Oxidationsschicht auf dem Kupfer
benötigt. Beide DIN-Norm-Angaben müssen auf den entsprechenden
Verpackungen der Fluß- und Lotmittel aufgedruckt sein. Aufgrund des
niedrigen Schmelzpunktes kann man auf normale Propanbrenner
mit einer roten Propangasflasche oder Lötlampen zurückgreifen.
Grundvoraussetzung
für eine dauerhafte und feste Lötverbindung ist die gute Vorbereitung
der Lötstelle. Beim Löten haften nämlich die zu verbindenden
Teile nur durch den Weichlot, der in Stangen- oder Rollenform
angeboten wird.
Rohrleitungen für die Trinkwasserversorgung
dürfen nur noch durch Weichlöten verbunden werden.
Foto : Archiv
Wichtig für eine dauerhafte Verbindung ist eine fachgerecht
durchgeführte Vorbereitung der Lötstelle.
Foto : Archiv
Die Verbindungsstelle
muss metallisch rein sein. Dazu wird sie mit Schmirgelleinen
an Rohr und Fitting gesäubert und die Außenseite des Rohrs hauchdünn
mit Lötfett eingestrichen. Dann wird das Rohr
bis zum Anschlag in das Fitting geschoben und mit der Lötlampe
gleichmäßig erwärmt. Rohrdurchmesser
und Fitting sind so genormt, dass zwischen beiden höchstens
ein Spalt von 0,3 mm besteht.
Dadurch ist gewährleistet,
dass durch eine Kapillarwirkung
das flüssige Lot den ganzen Lötspalt ausfüllt. Die Arbeitstemperatur
ist erreicht, wenn das Lot am Spalt zwischen Rohr und Fitting
schmilzt. Das Lot wird so
geführt, dass rund um Rohr und Fitting ein Lotring
sichtbar wird. Nach kurzer Aushärtungszeit
werden mit einem Lappen Lötfettreste entfernt. Rohrleitungen
sind grundsätzlich vor Inbetriebnahme gut durchzuspülen.