Das Wetter draußen ist schon schlecht genug. Da soll wenigstens im Haus gutes Klima herrschen. Nicht zu kalt, nicht zu warm, nicht zu feucht, nicht zu trocken – und zugig schon gar nicht.
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Bild: Olsberg
Neben Heizung und Dämmung ist vor allem die Lüftung ein wichtiger Klimafaktor. Dick gedämmt und mit dichten Abschlüssen an Fenstern, Türen und allen Gebäudekanten, wird viel Energie gespart und die tragende Konstruktion ist vor Durchfeuchtung und damit Beschädigung geschützt. Das Fehlen von „natürlichen“ Lüftungsschlitzen wie etwa undichten Fenstern in den nach der Energie-Einsparverordnung errichteten Neubauten hat allerdings einen Nachteil: Nicht nur die Wärme hält sich wie gewünscht im Inneren des Hauses, sondern auch die unerwünschte Luftfeuchte.
Den Feuchteausgleich im Raum regelt normalerweise das alltägliche Wohnen, das Duschen, Kochen und Atmen – und das Lüften. Luftbefeuchter sind normalerweise im Wohnbereich nicht nötig. Schimmel tritt bei länger andauernden Werten von über 50 Prozent auf. Und so wie Thermostate die Raumtemperatur regeln, kann man auch einen Hygrometer zur Feuchtemessung zu Hilfe nehmen. Eine Markierung am neuralgischen Grenzwert angebracht – und bei Überschreitung dieser Grenze ein paar Minuten Stoßlüftung: So kann das Raumklima auch ohne automatische Lüftungsanlage im Lot gehalten werden.
Grafik: Paul Wärmerückgewinnung
Eines ist aber klar: Gerade in warm eingepackten Neubauten ist das disziplinierte Lüften ausgesprochen wichtig. Je nach Jahreszeit sollte man alle paar Stunden das Fenster acht (im Winter) bis 30 Minuten (im Hochsommer) offen halten. Automatische Lüftungsanlagen nehmen den Bewohnern diese lästige Pflicht ab.