Die klassische Nassverlegung Beim
Nassverfahren werden auf eine DämmschichtHeizwasserrohre aus Kunststoff
(meist vernetztes
Polyethylen oder Kupfer) schneckenförmig
auf Baustahlgewebe, Matten oder Trägerroste direkt im
Estrich verlegt. Dieser
Heizestrich dient als Last- und Wärmeverteilschicht und enthält
Zusätze, um der unterschiedlichen Ausdehnung von Beton und
Rohrmaterial Rechnung zu tragen. Zwischen
dem Heizestrich und der darunterliegenden Wärme- und Trittschalldämmung
liegt eine Folie alsFeuchtigkeitssperre. Die Nassverlegung schafft einen guten
Wärmeübergang zwischen Heizrohr und Estrich. Allerdings ist die Aufbauhöhe
mit mindestens 10 cm relativ hoch. Negativ ist die lange Aushärtezeit
von bis zu 30 Tagen.
Aufbau einer Fußbodenheizung
Foto: Cuprotherm
Fußbodenheizungssysteme
Verlegeformen
Die Trockenverlegung Bei dieser Verlegeart befinden sich die Rohrschlangen in mit Rillen,
Kanälen oder Noppen versehenen Hartschaumplatten. Auch hier können Kunststoff- oder Kupferrohre
verwendet werden. Für eine gute Wärmeverteilung in Boden oder Wand sorgen spezifische
Leitbleche aus Stahlblech oder Aluminium,
die auf die Rohre aufgeklemmt werden. Darüber kommt eine Gleitfolie oder Feuchtigkeitssperre
als Trennschicht. So entsteht eine plane Oberfläche, auf der ein
Trocken- oder Fließestrich aufgetragen werden kann. Als vorteilhaft im Vergleich zur Nassverlegung erweist sich die
etwas geringere Bauhöhe sowie der
Wegfall der langen Aushärtezeit Die Formplatten erleichtern die Verlegearbeiten, allerdings entstehen
hier etwas höhere Kosten. Nach Befestigung der Rohrleitungen werden alle Heizkreise an den
sogenannten Heizkreisverteiler angeschlossen,
über den die Durchflussmenge eingestellt wird. Vor dem Auftragen des Estrichs wird das ganze System mit Wasser
gefüllt und daraufhin kontrolliert,
ob es dicht ist.