Geht beim Hausbau alles nach den geltenden Vorschriften, zieht man in eine Energiespardose. Die gut gedämmte und luftdichte Haushülle erlaubt den Einsatz einer Wärmepumpe als Heizzentrale, mit der sich im Hochsommer auch kühlen lässt.
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Bild: Buderus
Naturgesetze haben keine Lücken. Wärmeenergie ist immer auf der Flucht, will immer dorthin, wo es kälter ist. Um diesen Prozess umzukehren, muss man eigens Energie aufwenden, aber – und das ist der entscheidende Punkt – lediglich ein Bruchteil der Menge, die man „umlagern” will.
Grafik: Viessmann
Dies schafft die Wärmepumpe ähnlich wie der Kühlschrank mittels einer Flüssigkeit, die schon bei geringsten Temperaturen verdampft. Im nächsten Schritt wird der Dampf im Aggregat komprimiert, sodass seine Temperatur auf ein verwertbares Niveau steigt. An der „Übergabestelle” kondensiert er und überträgt die frei werdende Wärmeenergie auf den Heizkreis. Anschließend wird der Druck wieder verringert, der Wärmeträger strömt zurück zur (unerschöpflichen) Quelle.
Jahresarbeitszahl Hersteller prasentieren gerne die Leistungszahl "Ε" in ihren Angaben. Sie gibt das Verhältnis von Leistungsaufnahme (= Energieverbrauch) zu Heizleistung unter Prüfbedingungen wieder und kann lediglich ein Anhaltspunkt sein. In der Realität spielen zum Beispiel Art und Feuchtegehalt des Bodens oder Effektivitat des Wärmetauschers beim Zwei-Kreis-System eine Rolle. Die Effektivität im Jahresmittel wird durch die "Jahresarbeitszahl" ausgedrückt: Energieertrag über ein Jahr, geteilt durch die verbrauchte Antriebsenergie. Gegenwärtig sind Jahresarbeitszahlen zwischen 3,5 und 4 realistisch, was, verglichen mit einer "normalen" Heizanlage, einem Wirkungsgrad von 126 bis 144 Prozent entspricht.