Jetzt optimaler Spar-Effekt bei Heizkessel-Austausch
Unabhängig von den Außentemperaturen läuft es derzeit sowohl vielen Mietern als auch Eigenheimbesitzern kalt den Rücken hinunter. Der Grund liegt in den besorgniserregenden Aussichten auf die kommende Heizkostenabrechnung bzw. die demnächst fällige Brennstoff-Bestellung.
Allein vom Jahresbeginn bis zum Herbst 2004 sind die Kosten für Heizöl um rund 30 Prozent gestiegen. Damit folgte die Preisentwicklung den internationalen Rohstoffbörsen, an denen im September die magische Grenze von 50 Dollar für ein Barrel Rohöl überschritten wurde.
Die fatalen Auswirkungen auf deutsche Verbraucher: Wer bis zu diesem Zeitpunkt noch keinen Brennstoff für die bevorstehende Heizperiode geordert hatte, sah sich plötzlich mit Rechnungen von über 50 Euro für 100 Liter Heizöl konfrontiert - bei einer Mindestabnahme von 3.000 Litern. Und da die Gaspreise in Deutschland ja stets an die Ölpreise gekoppelt sind, ließ die Reaktion der Gasversorger nicht lange auf sich warten: Sie haben Preiserhöhungen für den Jahreswechsel angekündigt.
Heizöl-Verbraucher, die mit einer Bestellung zögern und auf eine kurzfristige Umkehrung dieser Kostenspirale hoffen, könnten kalt erwischt werden. Viele Energie-Experten rechnen nämlich damit, dass sich das Preisniveau dauerhaft in diesen Dimensionen stabilisieren könnte. Manche erwarten sogar noch weitere Steigerungen. Wesentliche Ursachen dafür werden in einem wachsenden Energiebedarf vor allem der Entwicklungsländer bei begrenzten Förderkapazitäten gesehen. Auch die instabile Lage im Nahen Osten und die Furcht vor einer Benzinknappheit in den USA verhindern eine spürbare Entspannung.
Heizungsbesitzer sollten versuchen, dieser Situation möglichst pragmatisch zu begegnen. Das aktuelle Preisgefüge hat nämlich zumindest einen positiven Nebeneffekt: Die ohnehin fällige Heizungsrenovierung in vielen Häusern hat sich noch nie so sehr gelohnt wie jetzt. Denn je höher die Brennstoffkosten liegen, desto größer ist natürlich der Einspareffekt, wenn durch einen Heizkesselaustausch der Energiebedarf reduziert wird. Schließlich kann eine moderne, wirtschaftliche Brennwertheizung die Verbrauchskosten gegenüber einem veralteten und in der Leistung überdimensionierten System durchaus um 30 Prozent oder sogar noch mehr senken.
Wurden bisher beispielsweise für eine alte Heizung jährliche Brennstoffkosten von 1.500 Euro fällig, so betrug die Einsparung nach einem Kesselaustausch schon rund 450 Euro.
Durch die gestiegenen Heizölpreise klettert dieser Modernisierungs-Bonus bei den Heizkosten jetzt immerhin auf fast 600 Euro pro Jahr. Eine Differenz, durch die sich die Amortisationszeit für einen neuen Kessel deutlich verkürzt: bei einer Investitionssumme von 3.500 Euro von rund acht auf sechs Jahre. Es lohnt sich also, diese Beispielrechnung einmal mit einem Heizungsfachmann für den eigenen, konkreten Bedarf durchzuspielen - zumal die mögliche Unterstützung einer Heizungsmodernisierung durch staatliche Förderprogramme bei dieser Kalkulation noch gar nicht erfasst ist.