Das Thermostatventil ist heute Standard in jeder modernen Heizungsanlage. Das war nicht immer so. Danfoss-Gründer Mads Clausen erfand den Regler in den dreißiger Jahren und tüftelte so lange daran herum, bis das Ventil zum Erfolgsmodell für das bis heute familiengeführte Unternehmen wurde.
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Foto: Danfoss
Klein, rund und unscheinbar – aber mit großer Wirkung:
Das Thermostatventil leistet seit vielen Jahren einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und schont die Geldbeutel der Verbraucher. Die Idee für einen Regler, der eine konstante Temperatur von 18 Grad sicherstellen sollte, hatte Danfoss-Gründer Mads Clausen bereits in den dreißiger Jahren. 1946 entwickelte er schließlich einen Prototyp. Das erste thermostatische Heizkörperventil brachte Danfoss dann 1952 auf den Markt. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde die Heizung ausschließlich über Handventile geregelt, mit denen eine genaue Temperatureinstellung unmöglich war. Sie funktionierten nach dem „Auf-Zu“-Prinzip - mit dem Ergebnis: Entweder war es in den Räumen zu heiß oder zu kalt.
Die Erfindung des Thermostatventils löste eine kleine Revolution im Bereich der Wärmeregulierung aus und sorgte für bis dahin unbekannten Komfort bei sinkenden Heizkosten. Im Vergleich zu den Handventilen konnte mit den ersten Thermostaten bereits über zehn Prozent Energie eingespart werden. Trotzdem schien Clausen mit der Erfindung seiner Zeit voraus zu sein.
Die Nachfrage bei den Verbrauchern war zunächst sehr gering. Der Däne forschte weiter und brachte 1965 das erste gasgefüllte Fühlerelement auf den Markt. Es reagiert noch sensibler auf Temperaturschwankungen als herkömmliche, flüssigkeitsgefüllte Fühler. Steigende Verkaufszahlen bescherte Danfoss 1966 das erste RAV-Ventil. Es ist besonders robust und bis heute – in immer wieder überarbeitetem Design – noch in einigen Haushalten im Einsatz. Für den Ersatz dieser Regler gibt es mittlerweile entsprechende Servicefühler.