Vermessen und Setzen Erster Schritt der Elektroinstallation im Rohbau ist das Anzeichnen
der Schalter, Steckdosen und Abzweigdosen an den Wänden. Aus
ihren Schnittpunkten ergeben sich meist schon die Leitungsachsen. Für das Setzen einer Unterputzdose
dient bei massiven wie auch Leichtbauwänden zweckmäßigerweise
ein Bohrer oder Bohrhammer
mit Dosensenker. Unterputzdosen, die später die Schalter und Steckdosen aufnehmen
sollen, können bei einem massiven
Mauerwerk genagelt oder eingegipst werden. Bei Leichtbauwänden verwendet
man Hohlwanddosen, die mit sogenannten Krallen ausgestattet
sind und sich mit einem Schraubendreher festziehen lassen.
Auch
die Öffnungen für die Steckdosen werden gebohrt.
Dann
werden Unterputzdosen eingesetzt, die Leitungen verlegt und
die Wände verputzt.
Fotos: Hermann Hägele
Leitungs-
oder Rohrverlegung
Auf Länge geschnittene Leerrohre oder
Mantelleitungen werden mit Gips in den Schlitzen oder
Mauervertiefungen fixiert. Danach kann er die Schlitze verputzen. Stegleitungen
werden mit Stahlstiften mit Isolierscheiben, Bandschellen aus
Isolierstoff oder mit Gipspflastern etwa alle 25 cm auf der
Rohbauwand befestigt. An Decken oder Wandauslässen legen Endschellen die Leitung fest. Mantelleitungen
müssen in der Regel in Schlitzen verlegt werden, weil sie sonst
zu stark auftragen. Sie lassen sich auch in Hohlräumen oder
in einem Schutzrohr im Fußboden verlegen. Für Leerrohre sind ebenfalls Mauerschlitze
nötig.
Bei der Verlegung ist darauf zu achten,
dass die Rohre nicht geknickt oder gequetscht werden.
Empfehlung: Der Elektromeister
sollte die fertige Elektroinstallation vor dem Verputzen nochmals
in Augenschein nehmen, denn schnell ist mal eine "Strippe" vergessen.