Ein nasser Mantel ist schwer, kalt und ungesund. Bei einer Hausfassade ist dies nicht anders; und doch gibt es noch heute mineralische Putzsysteme, die innerhalb von nur zwei Stunden bis zu 1,5 Liter Wasser pro Quadratmeter in die Fassade eindringen lassen.
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Grafik: Sto AG
Jahrhunderte lang war Feuchte der schlimmste Feind der Bausubstanz, erst wasserabweisende (hydrophobe) Putze und Farben lösten das Dilemma, indem sie für eine trockene und langlebige Fassade sorgten. Eine Mode drängt nun Hausbesitzer und Investoren zurück zu den mineralischen Putzsystemen des 19. Jahrhunderts – und ihren Problemen.
Feuchteschäden an verputzten Fassaden sind kein schöner Anblick – und sie setzen der Bausubstanz zu. Noch vor 60 Jahren standen ausschließlich mineralische Putze zur Verfügung, und die Probleme waren wesentlich häufiger zu beobachten: Feuchtigkeit dringt in die Fassade ein, der Putz reißt, wird von Algen und Pilzen befallen und platzt ab. Um diese gleichermaßen bauphysikalische wie ästhetische Problematik in den Griff zu bekommen, entwickelten Fassadenspezialisten so genannte hydrophobe, also wasserabweisende Oberflächen. Sie schützen das Gesamtsystem Fassade und verhindern, dass Wasser in die Gebäudehülle eindringt – die Bausubstanz bleibt trocken!