Warme Sommer, strenge Winter – Japans nördlichste Hauptinsel Hokkaido ist geprägt von kräftigen Temperatur-Schwankungen. Das „Wohnhaus für ein Ehepaar“ des Architekten Masanobu Komuro aus Sapporo zeigt, dass in modernen Gebäuden selbst dort ohne aufwändige Gebäudetechnik ganzjährig angenehmes Wohnklima möglich ist: Mit einem fein abgestimmten Zusammenspiel von begrünten Dachflächen, Erdeinbau und ausgereifter Fassadendämmtechnik werden Klimaanlagen überflüssig. Das Konzept überzeugt – es gewann den Harunire-Architektur-Preis des Japanischen Instituts für Architektur.
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Zwischen Tradition und Vollverglasung Kühl im Sommer, warm im Winter dank Fassadendämmung
Foto: Sto AG
Warme Sommer, strenge Winter – Japans nördlichste Hauptinsel Hokkaido ist geprägt von kräftigen Temperatur-Schwankungen. Das „Wohnhaus für ein Ehepaar“ des Architekten Masanobu Komuro aus Sapporo zeigt, dass in modernen Gebäuden selbst dort ohne aufwändige Gebäudetechnik ganzjährig angenehmes Wohnklima möglich ist: Mit einem fein abgestimmten Zusammenspiel von begrünten Dachflächen, Erdeinbau und ausgereifter Fassadendämmtechnik werden Klimaanlagen überflüssig. Das Konzept überzeugt – es gewann den Harunire-Architektur-Preis des Japanischen Instituts für Architektur.
Der Entwurf von Masanobu Komuro verbindet traditionelle Bauformen mit moderner Baukunst: So legte er die Nordseite des Gebäudes teilweise ins Erdreich. Das thermisch träge Verhalten des Erdbodens wird genutzt, das Haus bleibt gut geschützt vor dem Nordwind. Sommerliche Erwärmung vermindert das begrünte Dach, der weite Dachüberstand verhindert direkte Sonneneinstrahlung in die vollverglaste Südseite. Fenster-scheiben aus Dreifachglas halten die Wärme im Winter im Raum. Noch effizienter schützen die Wände vor Wärmeverlust: Zehn Zentimeter dicker Dämmstoff und der rote Oberputz des Fassadendämmsystems (StoTherm Classic) sorgen für einen äußerst niedrigen U-Wert.