Mit leichtem Druck werden die Hartschaum-Plattenhälften zwischen
die Sparren eingeklappt und bündig eingedrückt.
Die Platte wird anschließend etwas nach unten zur vorher umgelegten
Einheit verschoben.
Fotos: Rhinolith
Hartschaum:
Formstabil und wasserabweisend Als häufige Alternative zur Mineralwolle wird der Hartschaum
als Dämmstoff für die Untersparrendämmung eingesetzt. Die angebotenen verschiedenen Systeme, ganz überwiegend mit
Nut und Feder ausgestattet, sind
ebenfalls von einer Person zu handhaben. Eine Dampfsperre ist deshalb bei belüfteten Dachkonstruktionen
nicht erforderlich. Auch stellen heute handelsübliche Holzschutzmittel
auf wäßriger Basis keine Beeinträchtigung der Funktion des Dämmstoffs
dar. Hinsichtlich der üblichen Sparrenabstände
und Sparrenbreiten empfehlen die Hersteller verschiedene
Richtwerte. Für den Neubau werden sogar 160
- 220 mm angeraten, für die Sanierung und den Ausbau
von Altbauten liegt die Empfehlung bei 140 mm. Dabei darf die gesamte Sparrenstärke mit dem System ausgefüllt
werden, auch wenn an der Außenseite zum Dach keine Unterspannbahn
vorhanden ist.
Als Zusatzdämmung auf den Sparren
ist das Anbringen einer Mehrzweckdämmplatte möglich. Sie kann
zwischen die Konterlattung geklemmt werden, auf der anschließend
die Gipskarton- oder Holzplatten befestigt werden.
Soll zuvor die Dämmung des Dachgeschosses winddicht
abgeschlossen, das heißt ohne Hinterlüftung
ausgeführt werden, hat der Renovierer vor dem Anbringen der
Innenbekleidung eine 0,2 mm dicke Polyäthylenfolie als Dampfsperre
und Windbremse anzubringen. Die Energieeinsparung wird weiter
erhöht, wenn man die Folie im Überlappungsbereich, wie oben
beschrieben, mit beidseitigem Klebeband abdichtet. Im Wandabschluß wird die Dämmung mit
einer Holzleiste und vorkomprimierten Bändern winddicht
gemacht.