Dach und Dachstuhl.
Die Grundlagen der Dacheindeckung
Die Dachdeckung Hinweis: Das Dachdecken muss vom Fachmann
übernommen werden. Schon geringe Fehler ziehen auf Dauer schwere
Folgeschäden am Haus nach sich.
Nur ein sehr versierter Selbstbauer sollte sich an bestimmte
Teile des Daches heranwagen.
Ein wichtiges Detail bei der Dachplanung ist der Dachüberstand
an Giebel und Traufe.
Vorsicht: Zu geringe Dachüberstände
ziehen Feuchtigkeitsschäden an Fassaden, Türen und Fenstern
sowie Kellerwänden nach sich.
Für ein Fertighausdach schwebt hier der Nagelbinder des Sparrendaches
ein. Der Statiker hat hier ein besonderes wind- und druckver-
steifendes Binderelement vorge- geschrieben.
Foto: K.Krebs
Als
Faustregel gilt: 40 - 80 cm Dachüberstand (je nach Dachneigung)
bei eingeschossigen Häusern.
Auf die Sparren wird die gitternetzverstärkte
Unterspannbahn verlegt und mit einem Schlagtacker sowie
mit der Konterlattung befestigt.
Foto: K. Krebs
Verlegung
der Dichtungsfolie
die Dichtungsfolie wird, parallel zur Traufe und an dieser
beginnend, von Giebel zu Giebel straff
über die Sparren gezogen und mit einem Schlagtacker
an diesen befestigt. Vor dem Traufbrett darf keinesfalls
ein "Wassersack" entstehen.
Die zweite Folienbahn sollte die erste mindestens 15
cm überdecken.
Über den First sind von beiden
Dachseiten her die Bahnen überzuschlagen.
Ist eine hinterlüftete Dämmung
zwischen den Sparren geplant, ist die Unterspannbahn
bis nur auf 5 cm an den First heranzuziehen.
Die Folie darf bei der Deckung der Dachziegel oder -steine
auf keinen Fall beschädigt werden.
Passiert dies doch einmal, ist die Stelle mit Dichtungsklebestreifen
wasserdicht zu reparieren.
Bahn für Bahn nagelt der Selbstbauer nun längs der Sparren
die Konterlattung auf. Die Konterlattung muss eine Höhe
von 3-4 cm aufweisen, wie sie für den Lüftungsspalt
der Hinterlüftung der Dachziegel oder-steine erforderlich
ist.