Dach und Dachstuhl
Die Grundlagen der Dacheindeckung
Die Sparren werden nun vom aus Giebel
beginnend, gegeneinander abgestützt, aufgebaut.
Alle Sparren sind am unterem Ende mit einem Einschnitt versehen
worden, der in den Auflagebalken "einklinkt". Sie können nicht mehr
wegrutschen und werden mit zwei diagonal
gesetzten Nägeln je Sparren befestigt.
Auf den Zeichnungen ist vermerkt,
mit welchen Nägeln (Stärke, Länge) die Sparren zu befestigen sind.
Mit Nagellöchern versehene Versteifungsbänder (Rispen)
schützen den Dachstuhl vor Belastungen durch den Wind.
Foto: K. Krebs
Jeder Sparren wird an dem Vorhergehenden mit einer Windleiste
provisorisch gegen seitliches Wegkippen gesichert.
Sind alle Sparren aufgebaut, wird, quer vom ersten Sparren,
von der Traufe aus bis zum letzten Sparren am First ein mit
vielen Nagellöchern versehener, zirka 6 cm breiter und 2 mm
starker Bandstahl, das Rispenband,
genagelt.
Auf der anderen Dachseite wird es entgegengesetzt
zur ersten Dachfläche angebracht.
Wenn der Selbstbauer seitlich durch den Dachstuhl hindurchsieht,
müssen sich die beiden Windversteifungsbänder
kreuzen.
Diese Arbeit ist für die seitliche Wind-Stabilität
des Dachstuhls besonders wichtig.
Will der Selbstbauer Dachfenster oder Gauben (Gaupen) einbauen,
müssen sogenannte Wechsel ober- und
unterhalb der Dachein- oder aufbauten eingesetzt werden. Das sind
kurze Balken in Stärke der Sparren,
die mit Versteifungswinkeln aus Metall und mit sogenannten Kammnägeln
zu befestigen sind. Ist der Dachstuhl aufgestellt, heißt es: "Soll
das Werk den Meister loben ...", und das Richtfest wird zünftig
gefeiert.