Dach und Dachstuhl
Die Grundlagen der Dacheindeckung
Anzeige
Vor
dem Richtfest: Vorarbeiten des Selbstbauers Um Kosten einzusparen, versuchen sich
zunehmend Selbstbauer an Dach und Dachstuhl. Wir zeigen die
Möglichkeiten, aber auch die Grenzen auf.
Der Dachstuhl ist fast aufgestellt. Die Pfetten sind gut zu
erkennen und bilden die architektonisch gut gelungene Überdachung
des späteren Balkons.
Foto: Bisotherm
Dachstühle werden von Zimmerleuten abgebunden und aufgestellt.
Für den Selbstbauer bleibt die ebenso wichtige Vorarbeit und
die Hilfe beim Aufstellen.
Ist der Ringanker des Obergeschosses
gegossen, durch den ein rißfreies Zusammenhalten der Außenmauern
gewährleistet ist, sind, im gleichen Arbeitsgang, die Auflager
für den Dachstuhl auf der Decke oder auf dem Drempel
(Kniestock) zu befestigen.
Dies geschieht mittels U-Schalen
oder Flüssigkeitsdübeln, mit denen
Anker- oder Steinschrauben fest
mit dem Mauerwerk verbunden werden.
An diesen werden dann die Fußpfetten
oder die Auflagerbalken befestigt.
Bei diesen Arbeiten ist eine hohe Maßgenauigkeit,
speziell bei der Einhaltung einer Höhe
der Auflager des Dachstuhls, über das gesamte Gebäude hinweg
notwendig.
Die nivellierten Höhepunkte
muss der Selbstbauer mittels einer Schlauchwaage übertragen.
Die Löcher in den Auflagehölzern,
ob Fußpfette oder Auflagerbalken, sind erst vor Ort, nach
Lage der Steinschrauben zu
bohren.
Das Kehlbalkendach lässt eine freie Grundrißgestaltung
zu.
Foto: Dörken
Konstruktion und Statik erfordern beim Aufstellen des
Dachstuhls generell ein striktes Befolgen des Montageplanes.
Nach Verlegen der Auflagerbalken sind die Muttern
der Fußanker nach einiger Zeit nachzuziehen, damit
eine feste Verbindung mit dem Mauerwerk gewährleistet
ist.