Mit den blauen Kollektoren auf dem Dach setzt man nicht nur ein Zeichen für die Energiewende. Eine Solaranlage zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung lässt Häuslebauer der Entwicklung auf dem Energiemarkt gelassener entgegensehen.
Anzeige
Foto: Viessmann
Sonnenwärme gewinnt man mittels einer „Solarthermie-Anlage”. Ihre wichtigsten Komponenten sind die Kollektoren auf dem Dach und der Solarspeicher, ein Warmwasserspeicher.
Durch die Kollektoren, kleine, aber hocheffektive Treibhäuser, strömt in Kupferleitungen eine Wärmeträger-Flüssigkeit aus Wasser und Frostschutzmittel. Schon bei bedecktem Himmel nimmt sie Temperatur an, unter strahlender Sonne entsprechend mehr, gibt die Wärme im Keller durch die Rohrwandungen an den Speicherinhalt ab und wird wieder hinauf zu den Kollektoren befördert.
Grafik: Initiative Solarwärme plus
Ein weiterer Wärmetauscher versorgt den Speicher an trüben Tagen aus dem konventionellen Heizkessel. Eine Steuereinheit regelt mit Hilfe von Druck- und Temperaturmessern sowie Ventilen den Ablauf.
Eine „Kombi-Anlage” erwärmt nicht nur das Trinkwasser, sondern versorgt auch den Heizkreislauf, zum Beispiel mittels eines Heizwasser-Speichers mit innen liegendem Boiler.
Fördertöpfe Weil der Einsatz erneuerbarer Energien den Kohlendioxid-Ausstoß verringern hilft, werden Solarthermieund Fotovoltaik-Anlagen vom Bund sowie von einigen Ländern und Gemeinden gefördert. Hersteller und Installateure helfen im eigenen Interesse bei der Suche und der Antragstellung. Im Internet liefern unter anderem folgende Adressen einen Überblick: www.solarfoerderung.de, www.solarserver.de (Rubrik: „Geld”), www.energiefoerderung.info. Die wichtigen Fördermittel aus dem Bundestopf verteilen die „Kreditanstalt für Wiederaufbau” sowie das „Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle”:
KfW – Kreditanstalt für Wiederaufbau (Tel.: 0 18 01/33 55 77, Fax: 0 69/74 31 - 42 14; www.kfw-foerderbank.de). Solarthermie-Anlagen werden im Rahmen des Programms „Ökologisch bauen” mit zinsgünstigen Krediten gefördert, für Fotovoltaik-Anlagen gibt es das Programm „Solarstrom erzeugen”. Anträge werden über die jeweilige Hausbank gestellt, Rat und Hilfe eines erfahrenen Energieberaters oder Solarinstallateurs können nicht schaden.
BAFA – Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Tel.: 0 61 96/9 08 - 625, Fax: 0 61 96/9 08 - 8 00, http://www.bafa.de). Das BAFA unterstützt Solarwärme-Anlagen in Form von Zuschüssen: Es gibt 135 Euro pro angefangenem Quadratmeter Kollektorfläche, wenn es sich um eine Kombi-Anlage mit mindestens zehn Quadratmetern handelt (bzw. mindestens acht Quadratmetern an Vakuum-Röhren-Kollektoren), 105 Euro pro angefangenem Quadratmeter Kollektorfläche, wenn eine Anlage zur Brauchwassererwärmung angeschafft wird.