Wenn Grundstücke Mangelware sind und Generationen zusammenbleiben oder Familien sich ausdehnen wollen, führt mancher Weg nach oben, ein oder auch zwei Ebenen übers Erdgeschoss. Dort baut man auf Vorhandenem auf: Wohnfläche, die keinen Bauplatz kostet.
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Bei dieser großen Umbaumaßnahme wurde aufgestockt, ausgebaut und angebaut. Dank steiler Dachneigung entstand viel Wohnraum in den Obergeschossen. - Foto: Keitel-Haus
Manchmal schlägt man bei der Dachaufstockung zwei Fliegen mit einer Klappe. Zusammen mit der Wohnraumerweiterung lässt sich der vorhandene Altbau ganz elegant und kosteneffizient sanieren, im Sinne von mehr Energieeinsparung und einem behaglichen Wohnraumklima.
Günstige Gelegenheit
Foto: Velux
Nun muss jede Wohnraumerweiterung, die 30 Kubikmeter überschreitet – wovon man bei einer Aufstockung ausgehen kann – nach § 8, Art. 3 der Energieeinsparverordnung (EnEV) den Vorschriften für zu errichtende Gebäude, sprich Neubaustandard, genügen.
Das heißt, dass nach den Baumaßnahmen das Dach und auch die Wände in der Regel besser gedämmt sind als beim Bestandsgebäude. Die Vorgabe, in Altbauten die oberste Geschossdecke zu dämmen, wird mit dem Aufbau sogar automatisch erfüllt. Und wenn nach Abschluss der Arbeiten die Fassade sowieso neu verputzt werden muss, kann in den unteren Etagen mit einem Wärmedämmverbundsystem problemlos für eine Verringerung der Wärmeverluste durch die Außenwand gesorgt werden.