Herstellung
von Kalksandstein
Kalk, Sand und Wasser
Mauersteine aus Kalksandstein bestehen aus Kalk
und kieselsäurehaltigen Zuschlägen (Sand und Steinmehl).
Diese werden im Verhältnis von 1:12
nach intensivem Mischen gepreßt. Dabei entsteht eine Rohmasse, bei der Branntkalk unter Hinzugabe
von Wasser zu Kalkhydrat ablöscht. Dieses heiße Mischgut wird zu Steinrohlingen
geformt und unter Dampfdruck bei Temperaturen von 160
bis 220° C bis zu 8 Stunden ausgehärtet.
Produktion der Kalksandsteine Grafik: KS-Info
Der Dampf sowie das im Rohling enthaltene Kalkhydrat bewirken
ein Aufschließen der an sich reaktionsträgen
Kieselsäure an der Oberfläche der Sandkörnchen. Die Kieselsäure reagiert mit dem Kalk: es entsteht auf der
Oberfläche der Zuschläge eine kristalline Kalk-Kieselsäure-
Verbindung (bewirkt die hohe Steinfestigkeit)
Dieser durch Wärme und Druck beschleunigte Vorgang ist nach
Verlassen des Härteofens abgeschlossen.
Nach einer Abkühlphase sind die Kalksandsteine gebrauchsfertig.
Um die ungenügenden Wärmedämmeigenschaften
zu verbessern, werden spezielle Kalksandleichtsteine angeboten,
die durch Treibmittel (Aluminiumpulver)
künstlich porosiert wurden (wie auch bei Porenbeton).