Von
Handarbeit zu Fertigungsanlagen:
Die Ziegelherstellung
Trotz
der Verarbeitung von Millionen Ziegeln blieb das Herstellen
und Bearbeiten bis ins 19.Jahrhundert
im wesentlichen ein Handwerk. Der uralte Fertigungsablauf ist
im Prinzip gleich geblieben. Doch die harte Handarbeit haben
heute industrielle, computergesteuerte
Fertigungsanlagen übernommen. Bahnbrechend war die Erfindung
des porosiertenLeichtlochziegels
durch den Schweden Sven Fernhof im Jahre 1958.
Im Kollergang wird der Ton aufgearbeitet,
dann mittels eines Förderbandes zur weiteren Aufbereitung bis
zur Strangpresse transportiert.
Foto: unipor
Brand
im Tunnelofen
Um das Luftvolumen im Ziegel
zu erhöhen und damit die Wärmedämmung
zu verbessern, werden der Rohmasse als Porosierungs- mittel
entweder Sägemehl oder FCKW-freie Polystyrolkügelchen beigemischt.
Die Stoffe verglühen beim Brand im Tunnelofen
rückstandslos und bilden viele kleine Luftporen. Der Ton verliert
beim Brennen auch das chemisch gebundene Wasser. Dadurch wird
der Ziegel hart und fest, das
heißt, er lässt sich auch im Wasser nicht mehr erweichen. Nach
ca. 48 St. verlässt der gebrannte Ziegel den Ofen.
Von dem automatischen Abschneider geht es
weiter in die Trockenkammer und zum Schluß in den Tunnelbrennofen.
Foto: unipor
Poren und Lochungen:
Die Charakteristik des Ziegels
Die charakteristischen Poren und Lochungen im Porenziegel
senken das Gewicht und ermöglichen ein rationelles Vermauern.
Das Mauerwerk aus porosierten Leichtziegeln
hat außerdem eine gute Wärmespeicherfähigkeit,
die Fähigkeit zur Feuchteregelierung
und eine weitgehende Unempfindlichkeit gegenüber Chemikalien.
Ziegel entsprechen beim Brandschutz
der Baustoffklasse A1 nach der DIN 4102 und gelten als nichtbrennbarer
Stoff.