Von
Mesopotamien nach Deutschland: Die Verbreitung
der Ziegel
Vor 6000 Jahren, das ergaben
Untersuchungen von Funden in Mesopotamien und im Nildelta, gab
es bereits gebrannte Ziegel aus Lehm. Eine der bekanntesten
"Großbaustellen" mit schätzungs- weise 85 Millionen verarbeiteten
Ziegeln war der Turmbau zu Babylon.
Auch auf Kreta wurden um 1500 vor Christus für den Palast
von Knossos Mauerziegel verwendet.
Der Ziegel hat als ältester künstlicher
Baustoff bis heute nichts von seiner Attraktivität eingebüßt.
Foto: Porton
Das älteste bekannte Dokument der Ziegelherstellung
und -verwendung ist eine Wandmalerei aus dem Grab des Rschmireh,
ca. 1450 v. Chr.
Foto: unipor
Tegula - der Dachziegel Vor 2000 Jahren schufen die
Griechen und vor allem die Römer komplette Ziegelbauwerke.
Auf den Eroberungszügen der römischen Legionen brachten diese
die Ziegel und das Herstellungs- verfahren in die Gebiete
nördlich der Alpen. Erste römische Ziegeleien sind in unseren
Breiten bei Frankfurt, in der Pfalz und an vielen Orten am
Rhein nachzuweisen. In den römischen Ziegeleien wurden sowohl
Mauer- als auch Dachziegel hergestellt. Der Dachziegel hieß
damals tegula. Von diesem Wort
ist der heute verwendete Begriff abgeleitet: von tegula zu
Ziegala über Zigel zum Ziegel.