Bauphysikalische
Anforderungen Wände haben die Aufgabe, standsicher
und tragfähig zu sein. Daneben müssen sie die Anforderungen
des Wärme-, Schall- und Brandschutzes erfüllen. Auch die Wasserdiffusionsfähigkeit
ist ein wichtiges Funktionsdetail.
Funktion
der Wände: Übernahmen
der Lasten ihres eigenen Gewichts Übernahme
der Verkehrslasten der aufgelagerten
Decken und des Dachs Abfangen der Kräfte aus Winddruck
und -sog und Ableitung von diesen
über das Fundament in den Boden Kellerwände müssen den seitlichen Erddruck
abfangen.
Wände: Hülle des Hauses
Foto: Kalksandstein
Tragende
Außenwände sind noch dazu in ein statisch-konstruktives
Gesamtsystem eingebunden, das auch tragende, aussteifende
Innenwände umfaßt.
Mauerwerk besitzt eine hohe Druckfestigkeit,
hat aber eine geringe Zug- und Biegefestigkeit. Deshalb muss
es durch "Auflastungen" wie z.B. Decken und Ringanker gestützt
werden.
Wichtige Einflüsse auf das Mauerwerk neben genannten Festigkeiten
sind: Verbundfestigkeit zwischen den einzelnen Mauersteinen durch
Mörtel bzw. deren Krallfestigkeit bei Trockenmauerwerk (Haftscherfestigkeit) Art der Mauerwerkverbände (Überbindelänge der Mauersteine von
Schicht zu Schicht) Ausführungsqualität des Mauerwerks
Schutz vor Feuchtigkeit
Wände sollen außerdem das Haus vor Feuchtigkeit
schützen, gleichwohl selbst korrosionssicher und schmutzabweisend
sein. Besonders der Schlagregen macht auf Dauer gesehen den
Wänden sehr zu schaffen.
Der Fugenausbildung kommt deshalb
besondere Bedeutung zu. Unsachgemäße Verfugung lässt Feuchte,
Spritzwasser und Niederschlagswasser in die Mauern eines Hauses
eindringen.
Dazu kommen seitliche und aufsteigende
Feuchtigkeit im Erdreich, Schichten- und Grundwasser
sowie der Wasserdampf, der durch seine Bewohner verursacht wird.
Nicht umsonst ist eine Durchfeuchtung der Außenwände die Ursache
der meisten Bauschäden am Haus.