Mörteldickbettverfahren
Für Ziegel- und Kalksandsteine wird das Mörteldickbettverfahren
mit Normal-Mörtel (Fugendicke ca. 1 cm) immer seltener eingesetzt
(Wärme- bzw. Kältebrücken!). Leicht- und Dünnbett-Mörtel
Im Dünnbettverfahren darf sich kein Steinkrümel auf der Lagerfuge
befinden. Die Steine werden in flüssigen Mörtel eingetaucht und dann von
Hand oder mit zwei Greifhilfen aufeinandergesetzt. Die millimeterdünne Mörtelfuge lässt nahezu keine Korrekturen
bezüglich der Mauerhöhe bzw. der Lotabweichung zu. Deshalb muss die erste Steinschicht
perfekt ausgerichtet sein.
Der Porenbeton-Planstein wird
ebenfalls im Dünnbettverfahren verarbeitet, also geklebt. Auch hier ist es wichtig, dass alle Steine der ersten Reihe
exakt in Höhe und Flucht gesetzt werden. Sitzt die erste Schicht nicht exakt waagerecht, besteht die
Gefahr, dass die aufsteigende Wand "aus dem Lot gerät".
Bims- und Blähtonmauersteine
werden entweder mit einem Normalmörtel oder mit Leichtmörtel
vermauert. Aber auch im Dickbettverfahren
wird gemauert.
Dieses erlaubt Höhenkorrekturen
vorzunehmen. Durch eine spezielle Ausbildung der Mauersteine ist heute auch
ein Trockenmauerwerk möglich.
Dabei "verkrallen" sich die Steine ineinander, und das Gewicht
sorgt für einen festen Halt.
Dünnbettmörtel
und Ziegel für Niedrigenergiehäuser sind der Garant für Energiesparhäuser,
die die Werte der EnEV 2000 erfüllen.
Foto: unipor