Bei
einer Aufklärungsrate von nur 17 Prozent ist das Risiko für
Einbrecher ausgesprochen gering. Extrem hoch dagegen der angerichtete
Schaden: Das Bundeskriminalamt in Wiesbaden beziffert ihn auf rund
700 Millionen Mark pro Jahr. Dabei fallen nicht nur die erbeuteten
Wertgegenstände ins Gewicht. Allein die Reparatur der durch Einbrüche
entstandenen Sachschäden an Türen, Fenstern und in den Wohnräumen
macht etwa die Hälfte der Schadenssumme aus. Die Investition
in Einbruch hemmende Türen und Fensterelemente, Sicherheitsschlösser
oder auch eine Alarmanlage kann also auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten
sehr sinnvoll sein. Das gilt sowohl bei der Planung eines Neubaus
als auch für den nachträglichen Einbau.
Folgende Tipps sollen helfen, die eigenen
vier Wände sicherer zu machen:
In
rund 70 Prozent aller Fälle steigen Einbrecher durch die Fenster
oder Fenstertüren ein, da ihnen hier meist der geringste Widerstand
entgegengesetzt wird. Um ein ungesichertes Fenster zu öffnen,
benötigt ein geübter Einbrecher nicht länger als 20
Sekunden. Die ungebetenen Gäste haben es fast immer eilig: Kommen
sie nicht innerhalb von drei, vier Minuten ans Ziel, brechen sie ihr
Vorhaben oft ab. Ein untrügliches Indiz dafür, dass man
ihnen mit guten Sicherheitsvorkehrungen durchaus einen Riegel vorschieben
kann.
Altbaufenster können mit den entsprechenden Einbruchsperren nachgerüstet
werden. Beim Neubau ist es schon aus Kostengründen effizienter,
gleich Einbruch hemmende Fenster- und Fenstertür-Elemente einbauen
zu lassen. Diese Produkte müssen den Vorgaben der DIN V 18054
(Widerstandsklassen EF 0 bis 3) entsprechen.
Welche Lösung für das konkrete Haus in Frage kommt - auch
darüber sollte man sich beraten lassen. Hier kann eine Ortsbegehung
mit einem Kripoberater oder einem Fachmann eines Sicherheitsunternehmens
sinnvoll sein. "Sportliche" Einbrecher klettern notfalls
bis aufs Dach - dann rächt sich, wenn nur das Erdgeschoss gesichert
ist.