Beitrag
der Architektur
Einen wesentlichen Beitrag zum ökologischen Bauen kann die Architektur
leisten.
Nicht nur die Fom des Hauses, sondern auch die topografische
Lage und Ausrichtung zur Sonne und die Ausnutzung möglicher
Wärmegewinne infolge Sonneneinstrahlung sind entscheidend. In
diesem Zusammenhang ist es sinnvoll, die Begriffe "Niedrigenergiehaus",
"Passivhaus" oder "Nullenergiehaus" zu klären.
Niedrigenergiehäuser Verwendung von modernen Wärmedämmsystemen,
Wärmedämmverglasung und entsprechenden Heizsystem Dadurch unterschreiten sie um mindestens 25%
die gesetzlich vorgeschriebene Höchstgrenze von 120 Kilowattstunden
pro m² und Jahr (entspricht einem Brennwert von zehn bis zwölf
Litern Heizöl).
Passivhäuser konsequente Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses Deckung des Heizwärmebedarfs durch eine optimale passive
Ausnutzung der Sonnenenergie besondere Gebäudegeometrie, speziell konstruierte Fensterflächen
- damit die Sonnenwärme in das Haus gelangen kann verbesserte Wärmedämmung (dickere
Dämmung und/oder geringere l-Werte) Lüftungsanlagen und Wärmetauscher zur Vermeidung von
Wärmeverlusten Reduzierung des Heizenergiebedarf auf ein solches Minimum (20
kWh/m²/a), dass die Installation einer Heizung
überflüssig werden kann.
Das Haus der Zukunft produziert mehr Energie, als es selbst
benötigt
Foto: BHW
Mit dem gesammelten Regenwasser können Waschmaschinen und Toilettenspülung
betrieben werden.
Foto: Wagner
Nullenergiehäuser Der Wärmebedarf wird allein durch den Einsatz von Sonnenkollektoren
gedeckt (Einfamilienhaus: Kollektorfläche von circa 40 m²). Verbesserung der Dämmung (bei Außenwänden bis 30 cm) Einbau einer Abluftwärmerückgewinnungsanlage Heißwassertank (um Energie zu speichern und zu heizen), Lüftungsanlage
(damit die Energie nicht durch unkontrolliertes Lüften verloren
geht) Verbesserung
der Wohnqualität durch den permanenten Austausch und
das Filtern der Luft.