Es muss nicht immer ein Neubau sein: Nach einer Umfrage von TNS Infratest gaben rund 70 Prozent aller Bau- und Kaufwilligen einer Gebrauchtimmobilie den Vorzug. Der Trend zum Eigenheim aus zweiter Hand hat gute Gründe: Der Kaufpreis ist oft spürbar günstiger als ein Neubau und der Einzug in die eigenen vier Wände geht deutlich schneller.
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Top in Schuss? Bei Gebrauchtimmobilien kommt es auf mehr an als den ersten Eindruck. Foto: Schwäbisch Hall
Zudem entfällt die oft schwierige Suche nach dem geeigneten Grundstück: Attraktive Immobilien aus zweiter Hand finden sich an fast jedem Standort. „Wer sich für eine Bestandsimmobilie entscheidet, sieht gleich, was er kauft. Trotzdem gibt es auch hier mögliche Stolpersteine“, warnt Schwäbisch Hall-Expertin Kathrin Mühe, die folgende Checkliste für Kaufinteressenten erstellt hat.
1. Die Wertentwicklung hängt entscheidend von der Lage des Objekts ab. Wer später wieder verkaufen will, sollte sich vorab unbedingt über die Entwicklung der Immobilienpreise vor Ort informieren. In größeren Städten kann es selbst zwischen verschiedenen Stadtteilen beträchtliche Unterschiede geben.
2. Auch gravierende Baumängel bleiben dem Auge des Laien oft verborgen. Damit sich das Traumhaus nicht als Schrottimmobilie entpuppt, empfiehlt es sich, einen erfahrenen Architekten oder Bausachverständigen zur Prüfung der Bausubstanz hinzuzuziehen.
3. Seit Anfang 2009 ist der Verkäufer verpflichtet, dem Käufer einen gültigen Energieausweis vorzulegen. Mit gutem Grund: Die Energiebilanz verrät viel über die Betriebskosten, die auf den Käufer zukommen – und gegebenenfalls über dringend notwendige Modernisierungen bei Heizungsanlage und Wärmedämmung. Interessenten sollten sich nicht nur den Energiepass, sondern auch die Heizkostenabrechnungen der letzten Jahre zeigen lassen.