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Ratgeber:
Probleme bei der Fachwerksanierung
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Der Fachwerkbau geht in Mitteleuropa bis in das 13. Jahrhundert zurück. Freilich findet man eine solch alte Bausubstanz nur noch sehr selten vor, aber Fachwerkhäuser aus dem letzten Jahrhundert prägen in unseren Breiten durchaus das Straßenbild einiger Städte und Gemeinden.
www.bauen.com Es sind immer wieder die gleichen Probleme, die bei den Fachwerkhäusern auftreten, da im Prinzip "lebende" Baustoffe verwendet wurden.
www.bauen.com Sowohl das Holz als auch der Lehm sind vom stetigen Verfall stärker betroffen als Materialien, die heute Verwendung finden.
Das sagt allerdings noch längst nichts über die Qualität des Baustoffs aus, insbesondere im Hinblick auf wohnbiologische Aspekte.
www.bauen.com Auch den mechanischen Beanspruchungen, wie sie die Kriegsjahre mit sich brachten, hält das Holzfachwerk besser stand, da es die "Bewegungen" einfach schwingend auffängt, anstatt ihnen starr zu trotzen.
www.bauen.com Fachwerksanierung
Ein originales Fachwerk bietet mit seinen Ornamenten ein stimmungsvolles Bild.
Foto: Caparol


www.bauen.com Aber dennoch, die Schäden sind unübersehbar: Sowohl Feuchtigkeit als auch Ungeziefer machen sich über die Holzbalken her. Und wenn diese beginnen, sich zu bewegen, kann das Holzgeflecht den Lehm auch nicht mehr halten, so dass er herausbröselt.
Das Beste ist es, in dieser Situation wieder Lehm als Füll- und Putzmaterial zu verwenden.
Bei denkmalgeschützten Häusern schreibt dies der Landeskonservator sogar vor. Allerdings handelt es sich dabei um eine sehr arbeitsintensive Sanierungsmaßnahme, die logischerweise mit hohen Kosten verbunden ist.
Die einfachste, kostengünstigste und die Statik am wenigsten belastende Lösung stellt die Ausmauerung mit Porenbeton dar.
Es sind nicht nur die Wände, die vom Verfall in Mitleidenschaft gezogen sind, sondern auch die Decken, wie bei der Sanierung sehr häufig festgestellt wird.

www.bauen.com Ist die Konstruktion der Holzbalkendecke unbrauchbar, muss diese ganz entfernt werden.
www.bauen.com Schwierigkeiten treten dann auf, wenn das Bereitstellen eines Auflagers für die neue Balkenlage nicht möglich ist. In diesem Fall muss in der darunterliegenden Etage vor die ursprünglich deckentragende Wand eine neue, ebenfalls tragende Wand gemauert werden. Dieses Verfahren ist zwar aufwendig, hat aber den Vorteil, dass der Bauherr danach in seiner Entscheidung frei ist, ob er wieder eine Holzbalkendecke, eine Ziegeleinhängedecke oder ähnliches einbauen möchte.



 
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