Die
Tapeten hingen von der Wand, die Bodenbeläge hatten sich stellenweise
gelöst. Als das Ehepaar Johanna und Armin Bosch durch die verwahrloste
Bauernkate schritt, war den beiden schnell klar, dass noch viel Arbeit
auf sie zukam.
Bestandsaufnahme
Das Mauerwerk und die Fußböden mussten vollständig entfernt
werden. Der marode Dachstuhl durfte nicht abgetragen werden,
da das Gebäude unter Bestandschutz steht.
Restaurierungsarbeiten Die Kate wurde bis auf das Fachwerkskelett aus Eichenholz entkernt
und erhielt ein neues Mauerwerk. Danach restaurierten die Boschs behutsam die alte Dachkonstruktion und ließen das Dach neu eindecken. Nachdem auch die Fenster
eingesetzt waren, konnte die aufwändige Rekonstruktion
des Bodens beginnen. Eine neu gegossene Betonsohle bildet das Fundament.
Installation der Heizung
Fester Bestandteil des Bodenaufbaus im 130 m² großen Erdgeschoss
sollte nach Wunsch der Bauherren eine Fußbodenheizung
werden. Bei den Räumen im Obergeschoss, etwa Schlafzimmer und Bad, lag
die Priorität auf einer schnellen Regulierbarkeit der Raumtemperatur.
Deshalb wurden hier Heizkörper
installiert. Bei den Heizungsrohren und bei der Fußbodenheizung
entschieden sich die Boschs für ein System
aus Kupfer.
"Für die Lebensdauer unseres Hauses wollen wir einen störungsfreien
Betrieb", erklärt Hausbesitzerin Johanna Bosch.
Der alterungsbeständige Werkstoff Kupfer schützt das Rohrsystem
vor Schäden durch eindringenden Sauerstoff.
Kate vor dem Umbau
Nicht wiederzuerkennen: der fertige Innenraum. Nur noch die
Sparren erinnern an das alte Bauernhaus.