Bestandsaufnahme Da das Haus noch nicht bewohnt werden konnte, begann man mit
einer groß angelegten Entrümpelungsaktion Nachdem alte Teppich- und PVC-Böden entfernt waren, präsentierte
sich darunter wenig Erfreuliches:
morsche Dielen und vermodderte Spanplatten, die gleich in den
großen Container vor dem Haus gebracht werden mussten. Die Deckenbalken hingegen waren,
wie auch die gesamte Tragkonstruktion des Hauses, gut zu gebrauchen. Überall
im Haus musste allerdings der Innenputz
abgeschlagen werden. Auf diese Weise wurde das Fachwerk
sichtbar und die Steineckers konnten sich von der Unversehrtheit
der Konstruktion überzeugen. Die Gefache waren jedoch in keinem
guten Zustand: Sie bestanden im Innenwandbereich aus einem Holzgeflecht,
das mit Lehm verputzt war bzw. im Außenwandbereich aus einer
Ziegelsteinausmauerung. Insbesondere die Lehmausfachungen wurden vollständig entfernt,
um das Gefach mit Porenbeton
ausmauern zu können.
Einbau von leichten Baumaterialien
Nach der Ausfachung begannen Andrea und Werner Steinecke mit
dem Neuaufbau des Fußbodens bzw.
der Decke.
In den vier Gefachen sind die Etappen der Freilegung sichtbar.
Das völlig freigelegte Fachwerk konnte nun ausgemauert werden.
Fotos: Steinecke
Direkt auf die noch tragfähigen Deckenbalken nagelten sie eine
neue Verschalung aus Nut- und Feder-Brettern. Sie entschieden sich, darüber leichte Trockenestrichelemente zu legen.
Solche Elemente bieten gerade bei Holzbalkendecken eine gute
Trittschalldämmung, wenn diese auch nicht mit der einer
Stahlbetondecke zu vergleichen ist.
Der Einbau dieser leichten Materialien
hat bei der Altbausanierung eine entscheidende Bedeutung. Vergleichbar
mit dem Einsatz von Porenbeton erweisen sich die Trockenestrichelemente
im Gegensatz zu üblichen Estricharten als nicht so schwer, so
dass sie aus statischer Sicht
eine geringere Belastung darstellen.
Elektro- und Heizungsinstallation
Natürlich standen den Steineckes auch geübte
Fachkräfte hilfreich zur Seite: Nachdem sie sich für
eine Zentralheizung entschieden hatten, sorgten Handwerker für
die komplette Heizungsinstallation.
Die Installation der Elektrizität
im Haus selbst durchzuführen, war der Familie ebenfalls zu riskant.
Schließlich sind die Schäden, die aus einer fehlerhaften Elektro-
oder Heizungsanlage entstehen können, unter Umständen größer
als der Nutzen, den man daraus ziehen kann.