Wenn Häuser durch Verkauf oder Vererbung die Besitzer wechseln, gehen sie meist an die jüngere Generation, die völlig andere Ansprüche ans Wohnen hat. Im alten Grundriss fühlen sich die Nachfolger nicht recht wohl – aber wie lässt sich sinnvoll umplanen?
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Um fast sieben Quadratmeter ist die Wohnfläche, die jedem Bundesbürger durchschnittlich zur Verfügung steht, in den letzten 15 Jahren gestiegen.
Foto: Austroflamm
Diese Zahlen gab das Institut für Städtebau (ifs), Berlin, 2006 heraus.
Diese Entwicklung ist auf den wachsenden Wohlstand zurückzuführen, was in der Folge erhebliche Auswirkungen auf die Grundrissplanung hatte.
Neben dem höheren Flächenbedarf änderten sich die Ansprüche an die Wohnqualität in Richtung helles, offenes Wohnen sowie die Vorlieben im Hinblick auf die Raumnutzung.
Foto: WeberHaus
Kleinteilig bis großherrschaftlich
Bestes Beispiel ist das Bad, das sich heute viele als großzügige Wellness-Oase wünschen, in der sie nach einem anstrengenden Arbeitstag entspannen können.
Früher war es ein schlichter kleiner Raum, oft nur mit einem Waschbecken und einer Badewanne ausgestattet, gerade groß genug, um dem Zweck der täglichen Hygiene Genüge zu tun. Nicht selten musste sogar ein Waschbecken reichen.
Von Dusche, Whirlpool oder großzügigen Wachtischen keine Spur. Ähnlich ist es mit der kleinen Wohnküche, der guten Stube, den Schlafkammern – über die reine Zweckerfüllung hinaus wurde wenig von den Räumen erwartet. Entsprechend kleinzellig sind die Grundrisse.